International Paper plant die Aufteilung des Konzerns in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen. Neben dem Nordamerika-Geschäft soll das Verpackungsgeschäft in Europa, dem Nahen Osten und Afrika als eigenständige Gesellschaft an den Kapitalmarkt gebracht werden.
International Paper hat angekündigt, sein Geschäft in zwei unabhängige, öffentlich gehandelte Unternehmen zu trennen. Künftig soll International Paper das Nordamerika-Geschäft bündeln, während das EMEA-Verpackungsgeschäft als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert wird. Ziel der Trennung ist es nach Angaben des Unternehmens, die regionale Fokussierung zu stärken und die operative sowie finanzielle Entwicklung beider Einheiten gezielt voranzutreiben.
Im Zuge der Integration der früheren DS-Smith-Aktivitäten habe der Konzern in den vergangenen zwölf Monaten deutliche regionale Effekte identifiziert, erklärte International Paper. Die unterschiedlichen Marktbedingungen in Nordamerika und der EMEA-Region machten nun eine klare organisatorische Trennung sinnvoll.
Fokus auf Nordamerika
Das künftige International Paper wird sich vollständig auf Verpackungslösungen in Nordamerika konzentrieren. Zum Geschäft gehören sowohl die bisherigen Aktivitäten von International Paper als auch die in der Region integrierten DS-Smith-Assets. Das Unternehmen will seine Strategie fortsetzen, das Produktionsnetzwerk zu optimieren, Investitionen gezielt auszurichten und die operative Effizienz weiter zu steigern.
Nach der Abspaltung plant International Paper, verstärkt in organisches Wachstum, Produktivität sowie ausgewählte Akquisitionen zu investieren. Die Konzernführung bleibt unverändert: Andy Silvernail soll weiterhin als Chairman und Chief Executive Officer fungieren, Lance Loeffler als Chief Financial Officer und Tom Hamic als President Packaging Solutions North America.
Eigenständiges EMEA-Verpackungsunternehmen
Das ausgegliederte EMEA-Geschäft wird als eigenständiges Verpackungsunternehmen in rund 30 Ländern Europas, des Nahen Ostens und Afrikas tätig sein. Es basiert auf den bisherigen Packaging-Solutions-Aktivitäten von International Paper in der Region, die operativ unter der Marke DS Smith geführt werden. Der Fokus soll auf nachhaltigen Verpackungslösungen, Innovation und einer weiteren Optimierung der Kostenstrukturen liegen.
International Paper beabsichtigt, das EMEA-Geschäft bis zur Abspaltung weiterhin finanziell zu unterstützen, um die operative Leistungsfähigkeit zu verbessern. Als Chief Executive Officer des neuen Unternehmens ist Tim Nicholls vorgesehen, der bislang das EMEA-Geschäft verantwortet. Den Vorsitz des Verwaltungsrats soll David Robbie übernehmen.
Abspaltung innerhalb von 12 bis 15 Monaten geplant
Die Abspaltung ist als Spin-off an die Aktionäre von International Paper vorgesehen, wobei der Konzern zunächst eine signifikante Beteiligung behalten will. Das neue EMEA-Unternehmen soll sowohl an der London Stock Exchange als auch an der New York Stock Exchange notiert werden. Der Abschluss der Transaktion wird innerhalb von 12 bis 15 Monaten erwartet, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen und der Zustimmung des Verwaltungsrats.
Weitere Details zur Kapitalstruktur und zur erweiterten Führungsorganisation sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
Quelle: International Paper