Multi-Color Corporation sichert Lieferfähigkeit

Damit reagiert MCC auf die hohe Bedeutung stabiler Lieferketten im internationalen Verpackungs- und Labelmarkt.
Bild: MCC

Die Multi-Color Corporation hat vom zuständigen US-Insolvenzgericht die Genehmigung zentraler Anträge zum Start ihres vorinsolvenzlichen Chapter-11-Verfahrens erhalten.

Die Multi-Color Corporation (MCC), ein weltweit tätiger Anbieter von Etikettenlösungen für Konsumgüter- und Markenhersteller, hat vom U.S. Bankruptcy Court for the District of New Jersey die Genehmigung für die sogenannten First-Day-Motions erhalten. Das Gericht bestätigte, dass der Geschäftsbetrieb während des Restrukturierungsverfahrens im normalen Umfang fortgeführt wird und keine Einschränkungen für Kunden oder Lieferanten entstehen sollen.

Damit reagiert MCC auf die hohe Bedeutung stabiler Lieferketten im internationalen Verpackungs- und Labelmarkt, in dem das Unternehmen eine zentrale Rolle für zahlreiche Markenartikler spiele. Nach Angaben des Unternehmens werden sämtliche Lieferanten weiterhin vollständig bezahlt, laufende Produktionsprozesse fortgeführt und Kundenaufträge ohne Unterbrechung bedient.

Finanzierung sichert operative Stabilität im Labelgeschäft

Im Zuge der gerichtlichen Entscheidung erhielt MCC sofortigen Zugriff auf 125 Millionen US-Dollar aus einer insgesamt 250 Millionen US-Dollar umfassenden Debtor-in-Possession-Finanzierung. Die Mittel werden von bestehenden gesicherten Kreditgebern sowie dem Mehrheitseigentümer Clayton, Dubilier & Rice bereitgestellt und dienen der Sicherstellung von Liquidität und operativer Stabilität während der Restrukturierung, wie es heißt.

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Für Kunden aus der Lebensmittel-, Getränke-, Pharma- und Konsumgüterindustrie bedeute dies nach Unternehmensangaben Planungssicherheit bei Etikettenlieferungen, Services und Entwicklungsprojekten. Auch Löhne, Sozialleistungen und bestehende Verträge blieben uneingeschränkt in Kraft.

Restrukturierung mit Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit

Die bereits angekündigte Restrukturierungsvereinbarung sieht eine deutliche Reduzierung der Verschuldung vor. Die Nettoverschuldung von MCC soll von rund 5,9 Milliarden US-Dollar auf etwa 2,0 Milliarden US-Dollar sinken. Ergänzend ist eine Eigenkapitalzufuhr von 889 Millionen US-Dollar durch bestehende Kreditgeber und Clayton, Dubilier & Rice geplant.

Nach Abschluss des Verfahrens rechnet MCC mit einer verfügbaren Liquidität von mehr als 550 Millionen US-Dollar. Ziel ist es laut Unternehmen, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit im globalen Etiketten- und Verpackungsmarkt zu stärken und Investitionen in Kapazitäten, Prozesse und Kundenlösungen abzusichern.

Quelle: MCC