Mit dem Helix 4 EVO präsentiert Robopac auf der LogiMAT 2026 einen vollautomatischen Dreharmwickler für Anwendungen mit hohem Durchsatz. Die Anlage ist laut Hersteller für unterschiedliche Branchen konzipiert – von der klassischen Intralogistik über die Lebensmittel- und Getränkeindustrie bis hin zum Handling von Leercontainern.
Die modulare Bauweise ermögliche verschiedene Ausführungen und Anpassungen an spezifische Layout- und Prozessanforderungen. Auch größere Palettenformate lassen sich integrieren. Ein Deckblattsystem kann bei Bedarf nachgerüstet werden, ohne dass grundlegende Umbauten erforderlich sind.
Prozesssicherheit bei instabilen Ladungen
Ein zentrales Element ist das Easy-Lock-System zur Schnurbildung. Dieses arbeitet ohne Palettenheber und soll eine stabile Fixierung der Ladung unterstützen. In Kombination mit einer Federklammer sowie einem integrierten Schneid- und Schweißsystem lässt sich der Wickelprozess automatisiert durchführen – auch bei unregelmäßigen oder empfindlichen Produkten.
Damit adressiert der Dreharmwickler insbesondere Anwendungen, bei denen klassische Standardprogramme an ihre Grenzen stoßen. Ziel ist eine reproduzierbare Transportsicherung bei gleichzeitig hoher Linienintegration.
Folienmanagement und Energieeffizienz
Vor dem Hintergrund steigender Material- und Energiekosten spielt der Folienverbrauch eine zentrale Rolle. Robopac setzt hier auf ein zweimotorisches Vorrecksystem mit stufenlos einstellbarer Folienvorreckung und präziser Spannungsregelung. Nach Angaben des Unternehmens lässt sich so die eingesetzte Folienmenge reduzieren, während die Stabilität der Palettenladung erhalten bleibt oder steigt.
Auch der Energiebedarf wurde laut Hersteller weiter optimiert. Damit rücken neben der reinen Leistung zunehmend Kennzahlen wie Verbrauch, Prozessstabilität und Gesamtbetriebskosten in den Fokus.
Verfügbarkeit im Blick
Zur Sicherung der Anlagenverfügbarkeit sind ein Troubleshooting-System sowie ein TPM-Modul direkt im HMI integriert. Das System stellt Bedienern bebilderte Anleitungen zur Fehlerdiagnose bereit und unterstützt bei Wartungsmaßnahmen. Gleichzeitig überwacht das TPM-System Maschinenzyklen und Bewegungsabläufe und weist frühzeitig auf anstehende Instandhaltungsarbeiten hin. Ersatzteile könnten so planbarer beschafft und Stillstände reduziert werden.
Ergänzung durch Transport- und Testlösungen
Über den reinen Wickelprozess hinaus verweist Robopac auf weitere Bausteine im End-of-Line-Bereich. Dazu zählen fahrerlose Transportsysteme der AURIGA-Serie, die Paletten automatisiert ins Lager transportieren und sich in bestehende ERP-Strukturen integrieren lassen.
Mit dem TechLab betreibt das Unternehmen zudem ein Testsystem für Verpackungs- und Handhabungstests. Dort werden palettierte Ladungen unter realitätsnahen Transportbedingungen geprüft, um Wickelparameter und Materialeinsatz anwendungsspezifisch zu definieren.
Damit positioniere sich der Dreharmwickler nicht als isolierte Maschine, sondern als Bestandteil eines integrierten Gesamtkonzepts für automatisierte End-of-Line-Prozesse.
Robopac auf der LogiMAT 2026: Halle 8, Stand F31
Quelle: Robopac







