Automatisierte Lager, mobile Roboter und Sortiersysteme erzeugen enorme Datenmengen. Sensorik spielt dabei eine zentrale Rolle, um Materialflüsse zu erfassen, Prozesse zu analysieren und Anlagen sicher zu betreiben. Sick kombiniert dafür Sensorik, Software und Sicherheitslösungen.
In automatisierten Logistiksystemen entscheidet die Qualität der Datenerfassung über Effizienz und Transparenz der Prozesse. Sensoren identifizieren Waren, erfassen Volumen und Gewicht oder überwachen Bewegungen im Materialfluss. Sick stellt auf der LogiMAT 2026 Lösungen vor, die diese Datenerfassung mit Analyse- und Sicherheitsfunktionen verbinden.
Die Anwendungen reichen von der Produktion über die Lagertechnik bis zur Distributionslogistik. Sensorik unterstützt dabei unter anderem Aufgaben wie Lagerautomatisierung, Palettenhandling, Track-and-Trace oder die Absicherung von Maschinen und Arbeitsbereichen. Zunehmend kommen dabei auch KI-gestützte Funktionen zum Einsatz, etwa zur Objekterkennung oder Klassifikation logistischer Güter.
Datennutzung über Analyseplattformen
Die erfassten Daten bilden die Grundlage für digitale Materialflussprozesse. Eine zentrale Rolle spielt dabei laut Unternehmen die Softwareplattform Sick Analytics. Sie dient dazu, Sensordaten aus unterschiedlichen Anwendungen zusammenzuführen, auszuwerten und für die Steuerung intralogistischer Prozesse nutzbar zu machen.
Gerade in komplexen Logistiksystemen kann diese Auswertung helfen, Anlagenzustände transparent zu machen und Engpässe frühzeitig zu erkennen. Betreiber erhalten damit Kennzahlen zur Leistung ihrer Anlagen und können Prozesse gezielt optimieren.
Track-and-Trace für automatisierte Sortierung
Ein typisches Einsatzfeld sensorbasierter Datenerfassung ist die automatische Sendungssortierung. Track-and-Trace-Systeme erfassen dabei Informationen wie Barcode-Inhalte, Volumen oder Gewicht von Sendungen.
Die Systeme lassen sich laut Anbieter um KI-Funktionen erweitern. Diese können beispielsweise Gefahrgut erkennen, Objekte klassifizieren oder gleichzeitig erfasste Güter voneinander trennen. Für die Überwachung solcher Anlagen bietet die Analyse- und Visualisierungssoftware Sick TTAL Funktionen zur Diagnose und zum Performance-Monitoring.
Lösungen für Palettenhandling und Lagerautomatisierung
Auch beim innerbetrieblichen Palettenhandling spielt Sensorik eine zentrale Rolle. Systeme identifizieren Ladungsträger, prüfen Paletten auf Schäden oder messen Überstände und Gewichte.
Ein Beispiel ist der Cargosizer, der laut Hersteller auch schwarz umwickelte Paletten erfassen kann und präzise Volumendaten liefert. Diese Daten lassen sich etwa für Abrechnung, Planung oder Qualitätskontrollen nutzen.
Für automatisierte Lager stellt Sick zudem spezielle Sensorlösungen bereit. Dazu gehört der kamerabasierte Codeleser Lector85x, der für den Einsatz in Tiefkühllagern entwickelt wurde. Durch spezielle Antibeschlags- und Isolierungsmaßnahmen soll er auch bei Temperaturen bis −35 °C Codes zuverlässig erfassen.
Sicherheit für Menschen und mobile Systeme
Neben der Datenerfassung ist Sicherheit ein weiteres zentrales Thema in der Intralogistik. Sensorbasierte Sicherheitslösungen überwachen Arbeitsbereiche und schützen Mitarbeitende ebenso wie Anlagen.
Für mobile Plattformen – etwa autonome Transportfahrzeuge oder Flurförderzeuge – bietet Sick ein System aus Sensoren und Sicherheitssteuerung. Die Steuerung Flexi Mobile integriert Signale verschiedener Sensoren und stellt Diagnosedaten bereit. Ziel ist es, Funktionen wie Kollisionsvermeidung, Lokalisierung oder Fahrassistenz zu unterstützen.
Damit wird Sensorik nicht nur zum Datenerfasser, sondern zu einer zentralen Komponente für transparente, sichere und effiziente Materialflüsse.
Sick auf der LogiMAT 2026: Halle 1, Stand F51
Quelle: Sick







