Mayr-Melnhof trotzt 2025 schwachem Marktumfeld mit Ergebnisplus

Verpackungssparten entwickeln sich unterschiedlich.
Bild: Piotr Swat / Shutterstock.com

Der Karton- und Verpackungskonzern Mayr-Melnhof hat seine Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt und konnte sich trotz schwacher Nachfrage und Überkapazitäten in Europa behaupten. Während der Umsatz zurückging, gelang eine Verbesserung des operativen Ergebnisses, getragen von Effizienzmaßnahmen und dem Transformationsprogramm „Fit-for-Future“.

Der Konzernumsatz sank um 4,8 Prozent auf 3,89 Milliarden Euro, was vor allem auf den Verkauf der Tann-Gruppe zurückzuführen ist. Gleichzeitig stieg das bereinigte operative Ergebnis um 2,8 Prozent auf 195,4 Millionen Euro. Die operative Marge verbesserte sich leicht auf 5,0 Prozent.

Transformationsprogramm zeigt Wirkung

Ein zentraler Treiber der Ergebnisentwicklung war das konzernweite Programm „Fit-for-Future“. Dieses trug im Jahr 2025 bereits rund 70 Millionen Euro zum Ergebnis bei. Bis 2027 erwartet das Unternehmen eine nachhaltige Ergebnisverbesserung von mehr als 250 Millionen Euro gegenüber 2024.

Trotz dieser Fortschritte belasteten ein deutlich höherer Steueraufwand sowie Einmaleffekte das Nettoergebnis, das auf 77 Millionen Euro zurückging. Im Vorjahr hatte es noch 110,5 Millionen Euro betragen.

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Verpackungssparten entwickeln sich unterschiedlich

Im Verpackungsbereich zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Division Food & Premium Packaging hielt ihre Marge trotz rückläufiger Nachfrage stabil, während Pharma & Healthcare Packaging die Profitabilität deutlich steigern konnte.

Dagegen blieb die Division Board & Paper unter Druck. Zwar konnten Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen das Ergebnis verbessern, das Niveau blieb jedoch insgesamt schwach.

Nachhaltigkeit und Finanzierung gestärkt

Positiv entwickelte sich die Bilanz: Die Nettoverschuldung wurde auf rund 914 Millionen Euro reduziert, gleichzeitig stieg die Eigenkapitalquote auf 47 Prozent.

Auch bei der Nachhaltigkeit meldet der Konzern Fortschritte. Die absoluten CO2-Emissionen konnten um 11 Prozent gesenkt werden, vor allem durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien und Effizienzmaßnahmen.

Ausblick bleibt herausfordernd

Für 2026 erwartet Mayr-Melnhof weiterhin schwierige Rahmenbedingungen. Schwache Konsumnachfrage, geopolitische Unsicherheiten und Überkapazitäten im Karton- und Papiermarkt dürften die Branche weiter belasten.

Gleichzeitig will das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen, Effizienzprogramme und Innovationen weiter stärken. Das Investitionsvolumen soll im laufenden Jahr rund 250 Millionen Euro betragen.

Quelle: Mayr-Melnhof