Der Verpackungshersteller Canpack hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt. Das Unternehmen berichtet über steigende Absatzmengen bei Getränkedosen, wachsende Umsätze und einen deutlich verbesserten Free Cashflow, während die Profitabilität unter Kostendruck stand.
Im vierten Quartal sowie im Gesamtjahr 2025 konnte Canpack die Absatzmengen seiner Getränkedosen um 5 beziehungsweise 3 Prozent steigern. Wachstumstreiber waren insbesondere die Märkte in den USA und Indien, während Europa und Brasilien rückläufige Volumina verzeichneten. Der Umsatz entwickelte sich ebenfalls positiv und legte im Jahresvergleich um 9 Prozent zu, getragen von höheren Aluminiumpreisen, gestiegenen Absatzmengen und bilanziellen Effekten aus Vertragsvermögen.
Kosten belasten Ergebnisentwicklung
Trotz der positiven Umsatzentwicklung ging das operative Ergebnis zurück. Das bereinigte EBITDA sank im Gesamtjahr auf 482 Millionen US-Dollar nach 514 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Hauptursachen waren gestiegene Arbeitskosten, höhere Umwandlungskosten für Aluminium sowie zusätzliche Logistikaufwendungen im Zuge des Wachstums in Indien. Gleichzeitig wirkten sich vertraglich bedingte Preisanpassungen negativ auf die Verkaufspreise aus.
Parallel dazu erhöhte Canpack seine Investitionen deutlich. Die Ausgaben für Sachanlagen stiegen im Jahr 2025 auf 247 Millionen US-Dollar. Hintergrund sind vor allem Kapazitätserweiterungen sowie geplante Instandhaltungsmaßnahmen.
Deutlicher Anstieg beim Free Cashflow
Eine deutlich positive Entwicklung zeigte sich beim Free Cashflow. Dieser verbesserte sich im Gesamtjahr von einem Mittelabfluss von 26 Millionen US-Dollar auf einen Mittelzufluss von 252 Millionen US-Dollar. Ausschlaggebend waren vor allem Veränderungen im Working Capital, insbesondere ein geringerer Einsatz von Factoring-Instrumenten im Vergleich zum Vorjahr.
„Im vierten Quartal 2025 zeigte Canpack Widerstandsfähigkeit in einem dynamischen Markt. Unser Fokus darauf, unseren Kunden Mehrwert zu bieten, führte zu starkem Wachstum in den USA und Indien, während wir in Europa weiterhin mit voller Kapazität arbeiteten und damit die Stärke unseres globalen Netzwerks unterstrichen.“
CEO Marius Croitoru
Verpackungsnachfrage bleibt stabil
Für das erste Quartal 2026 erwartet das Unternehmen weiteres Wachstum. Prognostiziert wird ein Anstieg der Absatzmengen um 9 Prozent, insbesondere getrieben durch die Amerikas. In Europa rechnet Canpack weiterhin mit einer Auslastung auf hohem Niveau.
Die Zahlen unterstreichen die weiterhin stabile Nachfrage nach Getränkedosen als Verpackungslösung, insbesondere in wachstumsstarken Märkten, wie es heißt. Gleichzeitig zeigen sie die zunehmende Bedeutung von Kostenkontrolle und effizienter Kapitalsteuerung in einem von Rohstoffpreisen und geopolitischen Unsicherheiten geprägten Umfeld.
Quelle: Canpack





