Mondi hat im Rahmen eines Trading-Updates für das erste Quartal 2026 die Schließung weiterer Standorte angekündigt. Der Verpackungs- und Papierkonzern reagiert damit auf anhaltenden Margendruck und steigende Kosten in einem schwierigen Marktumfeld.
Im ersten Quartal 2026 erzielte Mondi ein bereinigtes EBITDA von 212 Millionen Euro, einschließlich eines positiven Bewertungseffekts aus der Forstwirtschaft in Höhe von 8 Millionen Euro. Damit blieb das Ergebnis im Vergleich zum Vorquartal (214 Millionen Euro) weitgehend stabil, obwohl niedrigere Verkaufspreise und steigende Energiekosten belasteten.
Werksschließungen in Deutschland, Polen und Ungarn
Jetzt kündigte Mondi die Schließung von drei weiteren Verarbeitungsstandorten an: Betroffen sind ein Werk im Bereich Consumer Flexibles in Ungarn sowie zwei Standorte im Segment Corrugated Solutions in Deutschland und Polen. Insgesamt sollen dadurch im Laufe des Jahres rund 450 Arbeitsplätze abgebaut werden.
Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Anpassungsprogramms. Mit den jüngsten Ankündigungen steigt die Zahl der geplanten Werksschließungen auf insgesamt sechs. Die Produktion soll innerhalb des bestehenden Netzwerks auf andere Standorte verlagert werden.
Volumenwachstum trifft auf steigende Kosten
Operativ konnte Mondi im ersten Quartal die Absatzmengen in den Geschäftsbereichen Corrugated Packaging und Flexible Packaging steigern. Dies wurde unter anderem durch Kapazitätserweiterungen sowie die breite geografische und produktseitige Aufstellung unterstützt.
Dem gegenüber standen jedoch sinkende durchschnittliche Verkaufspreise sowie steigende Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten. Zusätzliche Belastungen ergaben sich aus den zunehmenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die die Marktvolatilität weiter erhöhten.
Preisanpassungen und verhaltener Ausblick
Mondi reagiert auf den Kostendruck mit Preisanpassungen, deren Wirkung jedoch zeitverzögert eintritt. Der vollständige Effekt wird erst im dritten Quartal 2026 erwartet.
Andrew King, CEO Mondi Group, sagte: „Vor dem Hintergrund herausfordernder Marktbedingungen sind die Absatzmengen gestiegen, jedoch haben niedrigere Verkaufspreise und zuletzt Kostendruck infolge zunehmender geopolitischer Spannungen das bereinigte EBITDA belastet.“
Weiter erklärte er: „Diese Belastungen setzen sich im zweiten Quartal fort, und wir ergreifen Preisanpassungsmaßnahmen, um ihre Auswirkungen abzumildern. Aufgrund einer gewissen zeitlichen Verzögerung erwarten wir, dass diese Maßnahmen im dritten Quartal ihre volle Wirkung entfalten.“
Zudem betonte King: „Trotz des unsicheren Ausblicks konzentrieren wir uns weiterhin auf die Faktoren, die wir beeinflussen können – operative Exzellenz, konsequente Kosten- und Margendisziplin, die Optimierung unseres Produktionsnetzwerks sowie ein fokussiertes Cashflow-Management.“
Quelle: Mondi







