Der RecyBag wird im Kanton Freiburg (Schweiz) eingeführt: Migros stellt ihre Sammellösung um, während auch Coop die Sammlung und den Verkauf startet. Ziel der beteiligten Unternehmen ist es, das Recycling von Plastik-Verpackungen und Getränkekartons für Konsument:innen einfacher und flächendeckender zu gestalten.
Mit der Einführung des RecyBag im Westschweizer Kanton Freiburg wird das bestehende Sammelsystem für Kunststoffverpackungen vereinheitlicht und ausgebaut. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen soll die neue Lösung mehr Convenience bieten und damit die Sammelquote erhöhen.
Ausbau der Sammelstellen in der Region
Zum 16. April 2026 wurden bestehende Migros-Sammelstellen in mehreren Gemeinden auf den RecyBag umgestellt. Betroffen sind Avry-sur-Matran, Bulle, Düdingen, Granges-Paccot, Marly, Murten und Wünnewil-Flamatt. Die bisherigen Standorte bleiben erhalten, lediglich das Sammelsystem wird ersetzt.
Parallel dazu erweitert Coop sein Angebot. Filialen in Murten und Châtel-St-Denis sammeln und verkaufen den RecyBag bereits seit Anfang 2026. Neu kommen Standorte in Düdingen und Marly hinzu, Granges-Paccot soll folgen. Die kostenlose Rückgabe von Plastikflaschen bleibe weiterhin bestehen.
Darüber hinaus planen auch weitere Händler wie Aldi, Denner, Lidl, Spar und Volg, den RecyBag schrittweise ins Sortiment aufzunehmen, wie es heißt.
Bestehende Sammelsäcke behalten ihre Gültigkeit
Die bisherigen Migros-Sammelsäcke können weiterhin verwendet werden. Sie werden an allen RecyBag-Sammelstellen unbefristet und kostenlos angenommen, auch außerhalb der Region Freiburg. Der RecyBag selbst ist in drei Größen erhältlich: 17 Liter für 1.00 Franken, 35 Liter für 1.60 Franken und 60 Liter für 2.40 Franken.
Kürzere Transportwege und regionale Verarbeitung
Ein weiterer Bestandteil der Umstellung betrifft die Logistik. Während das Sammelmaterial bisher in Lustenau in Österreich verarbeitet wurde, erfolgt die Sortierung künftig größtenteils im waadtländischen Grandson. Die kürzeren Transportwege sollen laut den beteiligten Akteuren ökologisch vorteilhaft sein.
Zudem werde durch die stärkere Einbindung regionaler Unternehmen die Wertschöpfung vermehrt in der Region gehalten. Dies wird als zusätzlicher Vorteil für Wirtschaft und Umwelt gewertet.
Quelle: RecyPac



