Italien übertrifft EU-Recyclingziele für Aluminiumverpackungen deutlich

Besonders hervor hebt CIAL die Entwicklung bei Aluminium-Getränkedosen.
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Das italienische Aluminiumverpackungs-Konsortium CIAL hat seine Recyclingzahlen für 2025 veröffentlicht. Demnach lag die Recyclingquote für Aluminiumverpackungen bei 69,5 Prozent und damit erneut deutlich über den aktuellen und künftigen EU-Zielvorgaben. Besonders hoch fiel die Quote bei Getränkedosen aus, die laut CIAL eine Recyclingrate von 92,8 Prozent erreichten.

2025 wurden in Italien nach Angaben des Konsortiums rund 93.500 Tonnen Aluminiumverpackungen in Verkehr gebracht. Die recycelte Menge belief sich auf 65.000 Tonnen und erreichte damit den höchsten Wert der vergangenen Jahre. Gegenüber 2024 entsprach dies einem Zuwachs von 4,2 Prozent. Gleichzeitig stieg die auf den Markt gebrachte Verpackungsmenge um sieben Prozent. Hintergrund seien unter anderem eine verbesserte Wirtschaftslage sowie neue Berechnungsmethoden für Verbundverpackungen mit Aluminiumanteil.

Getränkedosen erreichen Niveau anderer Pfandsysteme

Besonders hervor hebt CIAL die Entwicklung bei Aluminium-Getränkedosen. Die Recyclingquote lag hier 2025 bei 92,8 Prozent und damit 5,5 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Nach Angaben des Konsortiums entspricht dies dem Niveau anderer europäischer Pfand- und Rücknahmesysteme. Der europäische Durchschnitt entsprechender Systeme liege derzeit bei rund 92 Prozent.

CIAL verweist darauf, dass das italienische Sammel- und Recyclingsystem ohne flächendeckendes Pfandsystem vergleichbare Ergebnisse erreiche. Grundlage sei eine landesweit etablierte getrennte Sammlung und Sortierung von Verpackungsabfällen. Insgesamt kooperieren laut Konsortium 5.640 italienische Kommunen mit CIAL bei der Sammlung von Aluminiumverpackungen. Damit würden 79 Prozent der italienischen Bevölkerung erreicht.

PPWR bringt neue Anforderungen für Verpackungen

Mit Blick auf die Europäische Verpackungsverordnung PPWR bereitet sich CIAL nach eigenen Angaben bereits auf neue regulatorische Anforderungen vor. Die Verordnung (EU) 2025/40 wurde am 22. Januar 2025 veröffentlicht und gilt ab dem 12. August 2026. Vorgesehen sind unter anderem neue Vorgaben für Verpackungsdesign, Recyclingfähigkeit und harmonisierte Umweltkennzeichnungen. Letztere sollen ab August 2028 verpflichtend auf allen Verpackungen angebracht werden.

Nach Angaben von CIAL beteiligt sich das Konsortium bereits an nationalen und internationalen Arbeitsgruppen, um die Umsetzung der neuen Anforderungen vorzubereiten. Für Verpackungshersteller und Recycler dürften insbesondere die künftigen Vorgaben zur Kennzeichnung und zur Recyclingfähigkeit von Verpackungen relevant werden.

Recycling spart Energie und CO2

Durch das Recycling der Aluminiumverpackungen konnten laut CIAL im Jahr 2025 rund 460.000 Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden werden. Zudem seien Energieeinsparungen in Höhe von 205.000 Tonnen Öläquivalent erzielt worden. Aluminiumrecycling benötigt laut Konsortium lediglich fünf Prozent der Energie, die für die Herstellung von Primäraluminium erforderlich sei.

Quelle: CIAL