KHS investiert in Barrieretechnologie

Der Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen nimmt dafür mehr als elf Millionen Euro in die Hand.
Mit dem symbolischen Spatenstich startete am KHS-Werk in Hamburg der Bau der neuen Halle (Bild: Salzgitter AG)

Die KHS Gruppe erweitert ihren Standort in Hamburg um eine neue Produktionshalle für Barrieretechnologie. Wie das Unternehmen mitteilt, investiert der Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen mehr als elf Millionen Euro in den Ausbau der Kapazitäten für die Plasmax-Beschichtungstechnik. Die neue Halle soll im Frühjahr 2027 in Betrieb gehen.

Die neue Produktionsfläche mit rund 4.300 Quadratmetern entsteht auf dem erweiterten Werksgelände am Hellmesbergerweg. Dort will KHS künftig alle Bereiche der Plasmax-Technologie bündeln. Hintergrund ist nach Unternehmensangaben die stark gestiegene Nachfrage nach den Maschinen der Baureihe Innopet Freshsafe.

„Unsere Barrieretechnologie ist ein wichtiger Wachstumstreiber für den Geschäftserfolg der gesamten KHS Gruppe. Die Nachfrage nach unseren Maschinen der InnoPET FreshSafe-Baureihe hat sich in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht“, sagte Kai Acker, Vorsitzender der KHS-Geschäftsführung, anlässlich des Spatenstichs.

Am Standort Hamburg bündelt KHS nach eigenen Angaben sein Kompetenzzentrum für PET-Technologie. Dort entstehen unter anderem Streckblasmaschinen, Füllsysteme sowie Beschichtungsanlagen mit Plasmax-Technologie. Dabei werden PET-Flaschen mit einer dünnen Glasschicht versehen, die Getränke vor Oxidation und Kohlendioxidverlust schützen soll. Dadurch sollen Haltbarkeit und Produktqualität verbessert werden.

Ausbau der Produktionskapazitäten

Bislang teilen sich die Produktcenter für Streckblas- und Barrieretechnologie drei Hallen. Aufgrund des Wachstums stoßen diese laut KHS inzwischen an ihre Kapazitätsgrenzen. Durch die neue Halle sollen Fertigungs- und Montageprozesse effizienter organisiert werden.

Nach Angaben des Unternehmens sollen künftig einzelne Maschinenmodule parallel vormontiert und anschließend zusammengeführt werden. Dadurch will KHS Durchlaufzeiten verkürzen und die Auslieferung beschleunigen. Auch Labor- und Lagerbereiche werden neu organisiert. Unter anderem ist ein automatisiertes Paternoster-System zur Lagerung von Flaschen-Batches vorgesehen.

Fokus auf CO₂-neutralen Betrieb

KHS plant die neue Halle nach eigenen Angaben für einen vollständig CO₂-neutralen Betrieb. Vorgesehen sind unter anderem die Nutzung von Grünstrom, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie Wärmerückgewinnung aus den Kühlkreisläufen der Beschichtungsmaschinen.

Quelle: KHS