Cosmetic Business 2026 zeigt Verpackungstrends

Verpackungen für Kosmetikprodukte setzen zunehmend auf recyclingfähige Materialien.
Bild: Leipziger Messe GmbH / Tom Schulze

Auf der Cosmetic Business 2026 in München (10./11. Juni 2026) präsentieren Verpackungshersteller neue Konzepte für Kosmetikprodukte mit Fokus auf Recyclingfähigkeit, Nachfüllbarkeit und Produktschutz. Die Messe zeigt laut Veranstalter aktuelle Entwicklungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Inhaltsstoffen bis zu Verpackungslösungen für Hautpflege, Make-up und Premiumkosmetik.

Verpackungen für Kosmetikprodukte setzen zunehmend auf recyclingfähige Materialien, reduzierte Materialeinsätze und funktionale Zusatznutzen. Gleichzeitig gewinnen Lösungen an Bedeutung, die empfindliche Formulierungen schützen oder verschiedene Inhaltsstoffe erst bei der Anwendung zusammenführen.

Fokus auf Recyclingfähigkeit und Nachfüllsysteme

Aptar Beauty präsentiert mit „Astrea“ einen Airless-Glasspender, der laut Unternehmen hochwertige Formulierungen schützen und gleichzeitig den Kunststoffverbrauch reduzieren soll. Der Glasspender kombiniert einen transparenten Glaskörper mit einer metallfreien Pumpe und soll nach Gebrauch über den Glasrecyclingstrom recycelbar sein.

Auch Quadpack setzt auf wiederverwendbare Konzepte. Der „Arena Glass Refill Jar“ besteht nach Unternehmensangaben zu 30 Prozent aus recyceltem Glas und verfügt über ein nachfüllbares Innenteil aus Polypropylen-Monomaterial. Ergänzend zeigt das Unternehmen einen nachfüllbaren Make-up-Stift aus Polypropylen mit Snap-on-Mechanismus.

Treffpack stellt mit „Flairosol“ ein Sprühsystem vor, das ohne Treibgas arbeitet und einen feinen Sprühnebel erzeugen soll. Der Sprühkopf sei langlebig und wiederverwendbar, die Flasche nachfüllbar und vollständig recyclingfähig, so das Unternehmen.

Verpackungen sollen Markenwirkung verstärken

Neben Nachhaltigkeit spielt auch die Inszenierung der Produkte eine wichtige Rolle. Die Edelmann Group zeigt faserbasierte Verpackungen mit aufwendig gestalteten Öffnungsmechanismen und zusätzlichen Druckflächen, die laut Unternehmen die Markenbotschaft verstärken sollen.

MM Packaging präsentiert Verpackungslösungen mit Veredelungseffekten wie Gold-Heißfolienprägungen und holografischen Metallisierungseffekten. Dabei kommen FSC-zertifizierte Kartons zum Einsatz.

Frischeschutz und Applikation im Fokus

Mehrere Aussteller zeigen zudem Verpackungssysteme für empfindliche Formulierungen. Tianshi stellt einen Doppelkammer-Pumpspender vor, bei dem Pulver und Flüssigkeiten getrennt gelagert und erst bei der Anwendung vermischt werden. Dadurch sollen empfindliche Wirkstoffe stabil bleiben. Zusätzlich präsentiert das Unternehmen eine selbstverschließende Pumpe zum Schutz vor Lufteintritt und Kontamination.

Albéa zeigt Applikatoren aus thermoplastischen Elastomeren für präzise Dosierung und sichtbare Produktapplikation. Die Systeme sollen sich an unterschiedliche Markenanforderungen anpassen lassen und werden laut Unternehmen in Europa produziert.

Quelle: Leipziger Messe GmbH