Studie: Faserbasierte Foodverpackungen werden 2045 den Markt dominieren

Eine neue Studie prognostiziert, dass faserbasierte Verpackungen bis 2045 den Markt dominieren werden. Fortschritte in der Barrieretechnologie und strengere Vorschriften treiben diesen Wandel voran.
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Faserbasierte Verpackungen stehen vor einem bedeutenden Wandel, der sie bis 2045 zur dominierenden Lösung im Bereich der nachhaltigen Lebensmittelverpackungen machen könnte. Diese Entwicklung wird durch Fortschritte in der Barrieretechnologie, verschärfte globale Vorschriften sowie eine deutliche Verbraucherabwanderung von Einwegkunststoffen vorangetrieben. Dies sind die zentralen Erkenntnisse einer neuen globalen Studie von UPM Specialty Materials und der Beratungsfirma Smithers.

Mehr als 230 Fachleute aus der Verpackungsbranche weltweit haben an einer kollektiven Bewertung der wichtigsten Trends teilgenommen, die die Nachhaltigkeit in der Lebensmittelverpackung bis 2045 vorantreiben sollen. Laut der Umfrage erwarten die Teilnehmer, dass der Anteil faserbasierter Verpackungen am globalen Lebensmittelverpackungsmarkt von derzeit 37 Prozent auf 42 Prozent im Jahr 2045 ansteigen wird. 71 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass faserbasierte Verpackungen als die nachhaltigste Lösung wahrgenommen werden, insbesondere durch Fortschritte in der Barrieretechnologie, die Anwendungen ermöglichen, die bisher ausschließlich Kunststoffen vorbehalten waren.

Janne Varvemaa, Direktor für Produkte und Technologie bei UPM Specialty Materials, erklärt: „Wir sind ermutigt, den starken Auftrieb hinter faserbasierten Verpackungen zu sehen, der durch Regulierung, Verbrauchernachfrage und kontinuierliche Innovation in Barrieretechnologien angetrieben wird. Unsere Rolle ist es, Kunden bei diesem Übergang mit leistungsstarken, nachhaltigen Lösungen zu unterstützen, die keine Kompromisse bei der Funktionalität eingehen.“

Regulatorische Veränderungen und Recycling

Die Studie skizziert eine Zukunft, in der Nachhaltigkeit zu einem strengen Regierungsmandat wird und nicht mehr nur ein Markendifferenzierer. 71 Prozent der Befragten glauben, dass dies wahrscheinlich ist, und 88 Prozent erwarten, dass es die Verpackungsentscheidungen grundlegend verändern wird. Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) und Öko-Modulationsgebühren werden voraussichtlich zu einem primären Treiber der Materialauswahl, indem sie recycelbare, leistungsstarke Lösungen belohnen und schwer recycelbare Alternativen bestrafen.

Herausforderungen und regionale Unterschiede

Die Recyclingquoten sollen von 31 Prozent im Jahr 2030 auf 37 Prozent im Jahr 2045 steigen. Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen, da die Befragten erwarten, dass Deponierung und Verbrennung weiterhin bestehen bleiben. Die Ergebnisse variieren erheblich je nach Region, wobei Europa im Recycling führend ist, während die USA und der asiatisch-pazifische Raum mit unterschiedlichen Infrastruktur- und Regulierungsherausforderungen konfrontiert sind. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse die Dringlichkeit, Innovationen und Entwicklungen weltweit zu beschleunigen.

Ciaran Little, Vizepräsident der Global Consulting Information Division bei Smithers, kommentiert: „Die Beweise sind klar, dass die Branche weiterhin auf die Verbesserung der Recyclingraten und Vorschriften fokussieren wird, insbesondere EPR und Öko-Modulation, die direkt die Materialwahl beeinflussen. Kontinuierliche Innovationen in Barrieretechnologien eröffnen auch neue Anwendungen für faserbasierte Verpackungen, um mit Kunststoffalternativen zu konkurrieren.“

Die vollständigen Ergebnisse und Expertenkommentare können im Bericht ‚Sustainable Food Packaging to 2045‚ eingesehen werden.

Quelle: UPM Specialty Materials