Auch in der Herstellung von Fernsehgeräten spielt die Automatisierung eine immer größere Rolle. Bei TPV Displays Polska in Gorzów Wielkopolski, Polen, sorgen jetzt 22 autonome mobile Roboter (AMR) von Kuka für den vollautomatisierten Materialtransport zwischen Lager und Montagelinien.
Die Entscheidung, mobile Roboter in den Produktionsprozess zu integrieren, wurde von der Notwendigkeit getrieben, Produktionsstabilität und Transparenz zu erhöhen. Kuka hat eine Flotte von 22 AMR installiert, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Diese Roboter sind so programmiert, dass sie Materialien effizient und ohne menschliches Eingreifen zwischen den verschiedenen Produktionsstationen bewegen.
Die Vorteile dieser Technologie sind vielfältig. Durch die Automatisierung des Materialtransports können menschliche Arbeitskräfte sich auf komplexere Aufgaben konzentrieren, die eine höhere Qualifikation erfordern. Dies führt nicht nur zu einer Verbesserung der Produktivität, sondern auch zu einer Reduzierung von Fehlern, die durch manuelle Handhabung entstehen könnten.
Reibungsloses Zusammenspiel von Robotern
Bereits vor der Einführung der mobilen Roboter setzte das Unternehmen auf stationäre – also fest im Hallenboden verankerte – Industrieroboter. Heute greifen beide Systeme ineinander und sorgen gemeinsam für eine zuverlässige Versorgung der Produktion. „Das Zusammenspiel aus stationären Robotern und AMRs steigert die Effizienz der Versorgung der Montagelinien, erhöht die Flexibilität und verzahnt Materialfluss und Lagerung zu einem leistungsfähigen Gesamtsystem“, so Grzegorz Benda, Technischer Direktor bei TPV Displays Polska.

Smarte Software für planbare Abläufe
Die Integration der mobilen Roboter wurde von dem Automatisierungsspezialisten Saicon umgesetzt. Eine zentrale Software steuert die gesamte Roboterflotte, weist Transportaufträge zu, überwacht die Abläufe in Echtzeit und optimiert Wege sowie Auslastung. Dank induktivem Laden arbeiten die Roboter nahezu ohne Unterbrechung im 24/7‑Betrieb. „Die nahtlose Integration der neuen Technologie in die vorhandenen TPV‑Prozesse war die zentrale Herausforderung. Unsere Lösung automatisierte die Intralogistik vollständig und machte sie zuverlässig planbar“, erklärt Łukasz Sobczak, Leiter des Softwareentwicklungsteams bei Saicon.
Mehr Transparenz und Zukunftssicherheit
Der Status der gesamten Roboterflotte ist jederzeit einsehbar. Die gewonnenen Daten helfen dabei, Abläufe gezielt zu analysieren und kontinuierlich zu optimieren. Gleichzeitig ist das System so ausgelegt, dass es sich flexibel an zukünftige Anforderungen anpassen lässt. Auch aus Sicht von Kuka zeigt das Projekt, welches Potenzial in der Technologie steckt: „Die Implementierung belegt, dass autonome mobile Roboter schon heute die Produktionsstabilität erhöhen – durch verlässliche Abläufe, höhere Transparenz im Materialfluss und eine bessere Beherrschung intralogistischer Komplexität“, sagt Mateusz Nowakowski, AMR Business Developer bei Kuka Polska. Damit wird deutlich, wie automatisierter Materialtransport Unternehmen dabei unterstützt, ihre Produktion langfristig stabil, effizient und zukunftssicher aufzustellen.
Quelle: Kuka






