Verpackungen von dekorativer Kosmetik sind sehr speziell. Oft bestehen sie aus zahlreichen Materialien, die eine Beurteilung ihrer Recyclingfähigkeit erschweren. Das Forum Rezyklat fordert daher: bei der Konzeption von Verpackungen ihre Recyclingfähigkeit gleich mitdenken. Auch Refactory wünscht sich mehr Design for Recycling für Kosmetikverpackungen. Der britische Recycler stellt aus den schwer zu recycelnden Verpackungen von Lippenstiften, Eyelinern und Co. einen Baustoff her, der Sperrholz ersetzt. Das Design for Recyling von Verpackungen für dekorative Kosmetikartikel ist im Vergleich zu anderen Verpackungen für Drogerieprodukte herausfordernder, denn sie sind kleinteilig, häufig rund, oft schwarz oder haben nicht selten eine metallische Dekoration. All dies führt bereits beim Sortierprozess zur Ausschleusung der Verpackung, und ihre wertvollen Rohstoffe gehen damit für immer verloren. Eine Arbeitsgruppe des Forum Rezyklat aus Expertinnen und Experten der Unternehmen BellandVision, Cosnova und dm wollte nun ein einheitlich fundiertes Verständnis von der Recyclingfähigkeit auch für diese Produktkategorie schaffen und hat Design-for-Recycling-Empfehlungen für die Verpackungen dekorativer Kosmetik erarbeitet. Dazu werden einzelne Verpackungsbestandteile aus Kunststoffen, Glas und Karton unter die Lupe genommen und auf Besonderheiten und Recyclingverhinderer hingewiesen. Die kostenlose Fachpublikation ist auf der Website des Forum Rezyklat abrufbar.
"Das Interesse an diesem Thema war groß, und der offene Austausch ermöglichte es, die Verpackungen bis ins Detail zu zerlegen. Es ist deutlich geworden, dass sich die Anbieter und Verpackungshersteller für dekorative Kosmetik aktiv an den Bemühungen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft beteiligen möchten.“ Waldemar Dederer, BellandVision
