Die automatica 2020 wird im Dezember nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Die Messe München entwickelt jetzt für Mitte 2021 ein an die Begebenheiten der Corona-Zeit angepasstes, neues Format mit digitalen Elementen.
Die für den 8.–11. Dezember 2020 geplante automatica findet aufgrund der sich aktuell im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verschärfenden Reisebeschränkungen nicht statt. Diese Entscheidung hat die Messe München in Übereinkunft und enger Abstimmung mit dem VDMA Robotik + Automation als ideellem Träger sowie dem automatica-Fachbeirat getroffen. Gemeinsam mit der Branche entwickelt die Messe München jetzt für Mitte 2021 ein kompaktes und an die Begebenheiten der Corona-Zeit angepasstes, neues Präsenzformat. Zusätzlich baut die automatica ihr Digitalangebot weiter aus.
automatica 2020 wegen Corona abgesagt
In Abstimmung mit dem VDMA-Fachverband Robotik + Automation hatte die Messe München im März entschieden, die Messe vom Juni in den Dezember zu verlegen. Mit der Verschiebung auf den spätmöglichsten Jahrestermin und der Ausarbeitung eines umfassenden Schutz- und Hygienekonzepts hatte die Messe München alles dafür getan, dass eine sichere Präsenzmesse stattfinden kann. Die aktuelle Entwicklung macht jetzt ein Umdenken zwingend erforderlich. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen wurden in den letzten Wochen für immer mehr europäische Länder und Regionen Reisebeschränkungen verfügt. Auch die Reisesituation außerhalb Europas hat sich praktisch nicht verbessert. Zudem haben viele nationale und internationale Konzerne interne Reiseverbote ausgesprochen. Deshalb befürchten die meisten Aussteller, dass nur wenige der ursprünglich erwarteten Besucher vor Ort sein werden. Aus diesem Grund kommt für sie die Teilnahme an der automatica 2020 nicht mehr in Betracht. Unter diesen Umständen, die sich voraussichtlich nicht bessern werden, könnte die automatica 2020 ihre Aufgabe, Angebot und Nachfrage zusammen zu bringen, nicht erfüllen. Eine Durchführung der automatica in diesem Dezember würde die Messe nach Veranstalterangaben auf Dauer nachhaltig beschädigen.„Eine Messe lebt von ihren Teilnehmern. Doch zu viele unserer Aussteller und Besucher hätten wegen der Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können. Deshalb mussten wir uns letztendlich für eine Absage der automatica 2020 entscheiden. Umso wichtiger ist jetzt der Blick nach vorn. Mit Nachdruck arbeiten wir an neuen Angeboten, um die Branche zusammen- und voranzubringen.“ Falk Senger, Geschäftsführer Messe München„Die ursprüngliche Entscheidung zur Verschiebung der automatica war richtig. Weil sich die äußeren Bedingungen zuletzt stark verschlechtert haben, ist eine Neubewertung der Lage jetzt aber unumgänglich. Wir sind froh, dass die Messe München flexibel reagiert hat und jetzt gemeinsam mit der Branche neue Wege geht“, bekräftigt Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA Robotik + Automation.
