Cone Pal produziert Logistiklösung aus Wellpappe

Cone pal wellpappe
Benjamin (links) und Perry Sommer mit einer CONE PAL-Palette, die für einen Kunden so bedruckt wurde, dass sie mit der Ladeneinrichtung harmoniert. (Bild: Cone Pal)

Cone Pal produziert Paletten aus Wellpappe, die robust, zu 100 Prozent recycelbar, nestbar und mehrwegfähig sind. Zudem erlauben sie entlang der Lieferkette in vielen Anwendungen Kosteneinsparungen. In der Sondermaschine für die automatische Produktion der Paletten kommt Klebstoffauftragstechnik von Baumer hhs zum Einsatz.

„Mein Vater hat bereits vor mehr als 15 Jahren die Vorteile erkannt, die Paletten aus Wellpappe bieten können“, erklärt Perry Sommer, Geschäftsführender Gesellschafter der Cone Pal Vertriebsgesellschaft GmbH. Der Durchbruch begann, als Sommer die Chance bekam, die Idee seines Vaters Dietmar im Rahmen eines Projekts mit einem großen Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie zu einer Lösung zu entwickeln, die auch für anspruchsvolle logistische Anforderungen geeignet ist. Im folgenden Jahr installierte man eine erste Maschine für die automatische Produktion der innovativen Paletten. Diese war schnell ausgelastet, weshalb das Unternehmen im Spätsommer 2022 eine zweite Maschine in Betrieb nahm – eine weltweit einzigartige, weitgehend eigenentwickelte Sondermaschine. In ihr spielt Klebstoffauftragstechnik von Baumer hhs eine entscheidende Rolle.

Two-Shot-Verklebung

Den Klebstoffauftrag im Fußaufrichter hat Cone Pal ebenfalls selbst entwickelt. Die drei unterschiedlich großen Füße der Paletten bestehen aus ausgeklügelten Stanzzuschnitten aus stabiler Wellpappe, die einen speziellen Falt- und Klebeprozess erfordern. Diese Aufgabe übernimmt der automatisierte Fußaufrichter. Die einzigartige Verankerung der Füße an der Deckschicht der Paletten hat das Unternehmen patentieren lassen. Im Zusammenspiel garantieren die raffinierte Konstruktion, das Material und der Klebstoffauftrag die enorme Stabilität und Robustheit der Füße – und damit der Paletten. So tragen sie in logistischen Prozessen auch schwere Waren wie Getränke und Spirituosen.

Nach Gesprächen mit verschiedenen Anbietern von Klebstoffauftragssystemen fiel die Entscheidung im Frühjahr 2022 für die Zusammenarbeit mit Baumer hhs. Im Fußaufrichten würde eine Two-Shot-Verklebung – eine Kombination aus Heiß- und Kaltleimauftrag – den Anforderungen von Cone Pal am besten gerecht werden. Je nach Größe verfügen die Paletten über sechs oder neun Füße. Die drei Größen der Füße erklären sich dadurch, dass verschiedene Industriebranchen unterschiedliche Anforderungen an die Unterfahrbarkeit ihrer Paletten stellen. Hinsichtlich der Tragfähigkeit gibt es zwischen den großen und den kleinen Füßen praktisch keinen Unterschied. Die Klebstoffauftragstechnik von Baumer hhs bietet in der Herstellung unterschiedlich großer Füße jede Flexibilität.

Die Two-Shot-Verklebung kombiniert Heißleim- und Kaltleimauftragstechnik. (Bild: Baumer hhs)

Auch ihr Preis-Leistungsverhältnis passt ideal zu dieser preissensiblen Anwendung. So fiel die Wahl mit dem HM-500 und dem DLK go auf zuverlässige und kostengünstige Heißleim- und Kaltleimventile. Das Xmelt-Schmelzgerät und die zuverlässige Kaltleimfördereinheit sind ebenfalls Standardprodukte, wie sie sich bei Baumer hhs-Kunden in weltweit zahllosen Installationen bewähren. Zudem kann Cone Pal exakt die erforderlichen Klebstoffmengen auftragen, was den Klebstoffauftrag perfektioniert. Der minimierte Klebstoffverbrauch kommt auch der Nachhaltigkeit der ohnehin schon umweltverträglichen Paletten zugute.

Praktisch beliebig individualisierbar

Bei Bedarf kann Cone Pal die Paletten-Designs flexibel anpassen. So werden sie auf Kundenwunsch bedruckt und zum Beispiel mit Anti-Rutsch-Lack oder zusätzlichem Imprägnierschutz beschichtet. Aktuell umfasst die Cone Pal-Produktfamilie sieben Standardgrößen, die immer wieder neue Anforderungen der mehr als 500 Kunden abdecken. Auch am zweiten Produktionsstandort des Unternehmens in Kevelaer kommt inzwischen ein Klebstoffauftragssystem von Baumer hhs zum Einsatz. „Grundsätzlich können wir Paletten weltweit und just-in-time vor Ort bei Kunden produzieren“, skizziert Perry Sommer das Potenzial des Marktes. „Deshalb ist auch die Skalierbarkeit der Baumer hhs-Technik für uns wichtig.“ Den Großteil seiner Produktion liefert das Unternehmen ins europäische Ausland. Aber auch nach Übersee wie unter anderem Argentinien und Neuseeland.

“40 unserer Paletten sind übereinander stapelbar. Zudem sind sie um 3,5 cm niedriger und erheblich leichter als herkömmliche Paletten aus Holz oder Kunststoff. Das heißt, unsere Kunden sparen im Transport jede Menge Geld und reduzieren ihre Umweltbelastungen. Voll geladene Lkw, die mit unseren Paletten statt mit Holz-Paletten fahren, transportieren allein schon deshalb etwa 700 kg weniger Gewicht.“

Perry Sommer, Geschäftsführender Gesellschafter der Cone Pal

Quelle: Cone Pal