dvi: Orientierungspapier zur Ladeeinheitensicherung

Mit einem Orientierungspapier zur Ladeeinheitensicherung will das dvi Unternehmen der Verpackungs- und Logistikbranche bei der Einordnung der künftigen Anforderungen der PPWR unterstützen.
Stretchfolie Manupackaging Stretchfolie Manupackaging
(Bild: Shutterstock/New Africa)

Das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) hat ein Orientierungspapier zur Ladeeinheitensicherung veröffentlicht. Es soll Unternehmen der Verpackungs- und Logistikbranche bei der Einordnung der künftigen Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung PPWR unterstützen.

Mit Blick auf die schrittweise Anwendung der europäischen Verpackungsverordnung PPWR ab August 2026 hat das Deutsche Verpackungsinstitut e. V. ein Orientierungspapier zur Ladeeinheitensicherung vorgelegt. Hintergrund sind neue Vorgaben zu Mehrwegquoten und Mindest-Rezyklateinsatzquoten, die ab 2030 für Transportverpackungen gelten sollen – einschließlich Umreifungsbändern und flexiblen Palettenumhüllungen aus Kunststoff und Papier.

Das Orientierungspapier fasst nach Angaben des dvi den aktuellen Stand der regulatorischen Anforderungen zusammen und ordnet zentrale Fragestellungen aus der Praxis ein. Im Fokus stehen dabei insbesondere Artikel 29 der PPWR, der eine Mehrwegquote von 40 Prozent für Transportverpackungen vorsieht, sowie Artikel 7, der Mindestquoten für den Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten definiert. Für Stretchfolien und Kunststoff-Umreifungsbänder sind demnach ab 2030 Rezyklatanteile von 35 Prozent vorgesehen, ab 2040 von 65 Prozent.

Praxistaugliche Mehrwegalternativen fehlen

Zugleich weist das Papier auf bestehende Herausforderungen hin. Für die Ladeeinheitensicherung mit Einweg-Folien und -Bändern stehen bislang keine praxistauglichen Mehrwegalternativen zur Verfügung, die in automatisierten Prozessen eingesetzt werden können. Vor diesem Hintergrund beleuchtet das Orientierungspapier den Innovationsbedarf entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Standardisierung und Systemintegration über Handling, Logistik und Leergutmanagement bis hin zu Wirtschaftlichkeit, Digitalisierung und Nachverfolgbarkeit.

Anzeige

Als Alternative zu ambitionierten Wiederverwendungszielen sprechen sich die Autorinnen und Autoren des Papiers für den gezielten Aufbau geeigneter Recyclingkreisläufe aus. Studien belegten ökologische Vorteile der Einweg-Ladeeinheitensicherung, sofern diese in funktionierende Recyclingstrukturen eingebunden sei. Gleichzeitig benennt das dvi Herausforderungen beim Einsatz von Rezyklaten, etwa bei der Rohstoffverfügbarkeit, der Qualitätssicherung und der Materialperformance bei hohen Rezyklatanteilen.

Erarbeitet wurde das Orientierungspapier unter Einbindung des dvi-Ausschusses Ladeeinheitensicherung, in dem rund 20 Unternehmen aus Materialherstellung, Verpackungsentwicklung, Logistik und Anwendung vertreten sind. Ergänzend flossen externe Impulse, unter anderem von der European Safe Logistics Association, ein.

Quelle: dvi