Die globale Industrie für Faserformverpackungen blickt optimistisch auf die kommenden Jahre. Das geht aus den ersten weltweiten Benchmarking-Berichten der International Molded Fiber Association (IMFA) hervor. Die Studie liefert nach Angaben des Verbandes erstmals eine globale Datengrundlage zu Produktionsentwicklung, Investitionsplänen und Markttrends in der Branche.
An der Erhebung beteiligten sich Hersteller aus Nordamerika, Europa, dem asiatisch-pazifischen Raum, Südamerika und Afrika. Ziel war es, belastbare Vergleichsdaten für eine Branche bereitzustellen, die in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist und zunehmend Verpackungsanwendungen ersetzt, die bislang auf anderen Materialien basierten.
Mehrheit erwartet Produktionswachstum
Laut den Ergebnissen rechnen 79 Prozent der befragten Unternehmen mit einem Anstieg ihrer Produktion im Jahr 2026. Gleichzeitig planen 74 Prozent, innerhalb der kommenden 24 Monate zusätzliche Produktionskapazitäten aufzubauen. Auch am Arbeitsmarkt zeigt sich Zuversicht: 84 Prozent der Teilnehmer wollen ihre Belegschaft erweitern oder zumindest auf dem aktuellen Niveau halten.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Hersteller weiterhin von einer steigenden Nachfrage nach faserbasierten Verpackungslösungen ausgehen.
Regulierung stärkt Nachfrage
Fast 70 Prozent der Befragten sehen regulatorische Vorgaben als positiven Treiber für die Nachfrage nach Faserformverpackungen. Damit unterstreicht die Studie die wachsende Bedeutung von faserbasierten Verpackungen im Zuge verschärfter Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschaftsvorgaben in vielen Märkten.
Gleichzeitig investieren die Unternehmen verstärkt in neue Technologien. Rund 73 Prozent der Befragten planen, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz innerhalb der kommenden zwölf Monate auszuweiten. Ziel seien Effizienzsteigerungen, Prozessoptimierungen und Verbesserungen der operativen Leistung.
Energiepreise bleiben Herausforderung
Trotz der positiven Aussichten sehen die Unternehmen weiterhin erhebliche Herausforderungen. Als wichtigste Wachstumshemmnisse nannten die Teilnehmer hohe Energiekosten, regulatorische Unsicherheiten sowie technologische Einschränkungen. Auch Zölle und Handelsbarrieren beeinflussen die Geschäftsentwicklung in vielen Regionen.
„Als wir diese Initiative gestartet haben, war das Ziel einfach: unserer Branche jene Marktinformationen zur Verfügung zu stellen, die in etablierten Industrien selbstverständlich sind“, erklärte Gary Visser, Executive Chairman der IMFA.
Weiter sagte Visser: „Was uns die Ergebnisse zeigen, ist ermutigend. Hersteller investieren in zusätzliche Kapazitäten, planen Wachstum, bauen ihre Belegschaften aus und reagieren auf die steigende Nachfrage nach faserbasierten Verpackungslösungen. Ebenso wichtig ist, dass Unternehmen aus aller Welt bereit waren, zu dieser Initiative beizutragen, weil sie erkannt haben, dass ein besseres Verständnis der Branche allen zugutekommt.“
Nach Angaben der IMFA soll die Benchmarking-Initiative künftig regelmäßig fortgeführt werden. Dadurch sollen Veränderungen bei Marktbedingungen, Investitionen, Beschäftigung und Technologieeinsatz langfristig messbar werden.
Quelle: IMFA






