Wie KI und Digitalisierung die Kunststoffindustrie nachhaltig verändern

Künstliche Intelligenz und Digitalisierung spielen eine Schlüsselrolle, wenn es um die nachhaltige Transformation der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette geht.

Künstliche Intelligenz und Digitalisierung spielen eine Schlüsselrolle, um den ökologischen Fußabdruck der gesamten Kunststoffindustrie zu reduzieren und können zur nachhaltigen Transformation der Kunststoff-Wertschöpfungskette beitragen.

Anläßlich der gestern eröffneten Fakuma, der internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, führte Ingemar Bühler, Hauptgeschäftsführer von Plastics Europe, auf, wie künstliche Intelligenz und Digitalisierung zur nachhaltigen Transformation der Kunststoff-Wertschöpfungskette beitragen und die Arbeitsweisen, aber auch Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit einer ganzen Branche verändern können.

Durch intelligentes Produktdesign können Produkte von der Verpackung über Elektronikgeräte bis hin zu Gebäuden so gestaltet werden, dass sie weniger Material benötigen und gleichzeitig die Erwartungen der Kunden erfüllen. KI-Algorithmen beschleunigen zudem die Entwicklung umweltfreundlicherer Materialien mit verbesserten Eigenschaften wie Haltbarkeit und Umweltverträglichkeit. Durch präzise Steuerung und Kommunikation von Maschinen können darüber hinaus Produktionsabläufe optimiert werden, wodurch der Energieverbrauch während der Kunststoffverarbeitung sinkt. Die Fakuma zeigt noch bis zum 21. Oktober mit ihren fast 1.500 internationalen Ausstellern eine breite Palette an praxisnahen Beispielen für diese Entwicklung.

Digitale Produktpässe erleichtern Recycling

Digitale Material- und Produktpässe können in Zukunft zuverlässige Auskunft zu Materialbeschaffenheit, Verarbeitung, Reparierbarkeit, Wiederaufarbeitung und Recycling geben und ermöglichen Herstellern, Anwendern und Entsorgern, einen einheitlichen Datenaustausch über den kompletten Produktlebenszyklus.

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Dank künstlicher Intelligenz und Digitalisierung wird auch der Recyclingprozess effizienter gestaltet. Moderne Sortieranlagen setzen beispielsweise digitale Markierungen und KI-Algorithmen ein, um Kunststoffabfälle automatisch zu klassifizieren. Zudem unterstützen KI-gesteuerte Roboter und die Automatisierung der Demontage die Rückgewinnung wertvoller Kunststoffbestandteile aus komplexen Anwendungen, wie beispielsweise Mobiltelefonen und Tablets. Die voll-automatisierten Recycling-Roboter von Apple Inc., sind dafür das beste Beispiel. Die Kombination von KI und Automatisierung trägt daher dazu bei, wertvolle Kunststoffkomponenten und Rohstoffe aus Altprodukten zurückzugewinnen, und mehr zu recyceln.

„Die fortschreitende Digitalisierung der Kunststoffindustrie eröffnet ein neues Kapitel der Innovation und Nachhaltigkeit. Unternehmen, die diese Technologien optimal nutzen, werden in der Lage sein, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern und gleichzeitig wettbewerbsfähige Produkte auf den Markt zu bringen. Insgesamt tragen KI und die Digitalisierung erheblich dazu bei, den gesamten Kreislaufprozess effizienter zu gestalten, bessere Produkte zu designen, Materialeinsatz aber auch Abfälle zu reduzieren. Unser Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit zu erhalten und gar zu verbessern, und dabei die Auswirkungen der Kunststoffindustrie auf die Umwelt deutlich zu verringern.“

Ingemar Bühler, Hauptgeschäftsführer Plastics Europe

Quelle: Plastics Europe

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