L’Oréal baut Kampagne für Nachfüllverpackungen aus

Zwischen 2019 und 2025 habe sich die Zahl der angebotenen Nachfülllösungen konzernweit um den Faktor 3,7 erhöht.
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L’Oréal weitet seine globale Initiative für Nachfüllverpackungen deutlich aus. Mit der dritten Ausgabe der Kampagne „#JoinTheRefillMovement“ beteiligt der Kosmetikkonzern nach eigenen Angaben erstmals 18 Marken und 28 Produkte aus den Bereichen Hautpflege, Duft, Make-up und Haarpflege. Die Aktion startete rund um den World Refill Day am 16. Juni und soll die Nutzung von Nachfülllösungen im Kosmetikmarkt fördern.

Nach Unternehmensangaben handelt es sich um die bislang größte Nachhaltigkeitskampagne in der Geschichte des Konzerns. Ziel sei es, Nachfüllsysteme über verschiedene Preisklassen und Produktkategorien hinweg stärker im Markt zu etablieren. Hintergrund ist eine internationale Verbraucherbefragung von Kantar, wonach 84 Prozent der Konsumenten nachhaltigere Kaufentscheidungen treffen möchten.

Nachfüllangebote in allen Geschäftsbereichen

An der Kampagne beteiligen sich Marken aus allen vier Unternehmensbereichen. Im Luxussegment kommen unter anderem neue Produkte von Lancôme, Yves Saint Laurent und Prada hinzu. Die Konsumgütersparte integriert erstmals Nachfülllösungen der Marke Garnier. Auch die Friseurmarken Redken und L’Oréal Professionnel sowie die dermatologischen Marken La Roche-Posay, Vichy und CeraVe sind Teil der Initiative.

Laut L’Oréal sollen die jeweiligen Nachfüllprodukte konkrete Materialeinsparungen gegenüber dem Neukauf eines Originalbehälters ausweisen. Als Beispiel nennt das Unternehmen die Nachfüllpackung der Hautpflege „Lancôme Absolue Longevity Soft Cream“, bei der im Vergleich zum erneuten Kauf des Standardtiegels weniger Glas, Metall, Kunststoff und Karton eingesetzt werden.

Investitionen in Kreislauflösungen

Die Nachfüllstrategie ist Teil der umfassenderen Verpackungs- und Nachhaltigkeitsziele des Konzerns. Unterstützt wird sie durch das Programm „L’AcceleratOR“, für das L’Oréal nach eigenen Angaben 100 Millionen Euro bereitstellt. Gefördert werden dabei unter anderem neue Verpackungsmaterialien und Kreislauflösungen.

Darüber hinaus investiert das Unternehmen in spezielle Produktionskapazitäten für Nachfüllverpackungen an mehreren Standorten. Zwischen 2019 und 2025 habe sich die Zahl der angebotenen Nachfülllösungen konzernweit um den Faktor 3,7 erhöht. Parallel unterstützt L’Oréal Projekte zu Verpackungen auf Basis von Algen, biobasierten Kunststoffen aus Zuckerrohr sowie recyclingfähigen Papierflaschen.

Quelle: L’Oréal