Metsä Group nimmt neues Zellstoffwerk in Kemi in Betrieb

Die Metsä-Gruppe hat ihr neues Werk für Bioprodukte und Kartonagen in Kemi in Betrieb genommen. Es soll jährlich 1,5 Millionen Tonnen Weich- und Hartholzzellstoff produzieren, erzeugt Strom aus erneuerbaren Energiequellen und verbraucht keine fossilen Brennstoffe.
Metsä Fibre Kemi Metsä Fibre Kemi
Das neue Zellstoffwerk von Metsä Fibre im finnischen Kemi. (Bild: Metsä Board)

Die Metsä-Gruppe hat ihr neues Werk für Bioprodukte und Kartonagen in Kemi in Betrieb genommen. Es soll jährlich 1,5 Millionen Tonnen Weich- und Hartholzzellstoff produzieren, erzeugt Strom aus erneuerbaren Energiequellen und verbraucht keine fossilen Brennstoffe.

Die größte Investition der finnischen Forstindustrie – die neue Bioproduktfabrik in Kemi und die Erweiterung der Kartonfabrik – hat wie geplant im September ihre Betrieb aufgenommen. Die Zellstofflieferungen aus dem neuen Werk an die Kunden werden im Oktober beginnen.

„Die Produkte der Metsä Group ersetzen fossile Materialien im täglichen Leben der Menschen. Zellstoff und Pappe werden als Rohstoffe für zahlreiche Konsumgüter verwendet, und wir können sie in Kemi mit deutlich geringeren Emissionen herstellen. Finnland braucht nachhaltige Investitionen, die Arbeitsplätze, Einkommen und einen starken Glauben an die Zukunft schaffen.“

Ilkka Hämälä, Präsident und CEO der Metsä Group

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Das neue Werk in Kemi produziert jährlich 1,5 Millionen Tonnen Weich- und Hartholz-Zellstoff. Es verbraucht keine fossilen Brennstoffe und soll bis 2030 völlig abfallfrei arbeiten. Das Werk ist mit modernster Technologie ausgestattet und arbeitet nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft, da alle Holzrohstoffe und Nebenströme der Produktion effizient für verschiedene Bioprodukte und Bioenergie genutzt werden. So produziert das Werk beispielsweise Tallöl und Terpentin sowie zwei Terawattstunden erneuerbaren Strom pro Jahr, was dem Jahresverbrauch von 100.000 elektrisch beheizten Einfamilienhäusern entspricht.

Dies entspricht etwa 2,5 Prozent der gesamten Stromerzeugung Finnlands. Dank effizienter chemischer Kreisläufe und anderer umweltfreundlicher Lösungen liegen die Emissionen des neuen Werks unter den Grenzwerten, die in der derzeit gültigen Umweltgenehmigung für das stillgelegte Zellstoffwerk in Kemi festgelegt sind, obwohl die Produktionskapazität erheblich gesteigert wurde.

Die Bioproduktfabrik wird 7,6 Millionen Kubikmeter Holz pro Jahr verarbeiten, 4,5 Millionen Kubikmeter mehr als die alte Fabrik. Die Holzversorgung erfolgt auf der Basis regenerativer Forstwirtschaft mit dem Ziel, bis 2030 eine nachweisbare Verbesserung des Naturzustandes zu erreichen.

Die Modernisierungsinvestitionen in der Kartonfabrik Kemi werden außerdem die jährliche Produktionskapazität von weißem Top-Kraftliner um rund 40.000 Tonnen auf 465.000 Tonnen erhöhen. Diese Steigerung wird die Position des Werks Kemi als weltweit größter Hersteller von gestrichenem White-Top-Kraftliner, dessen Produkte weltweit als Oberflächenmaterial für Wellpappenverpackungen eingesetzt werden, weiter stärken. Die Integration der Bioproduktfabrik und der Kartonfabrik sowie die Modernisierung der Produktionslinie der Kartonfabrik werden die Wasser- und Energieeffizienz der Kartonfabrik erheblich verbessern. Die Investitionen werden den Wasserverbrauch der Fabrik um 40 Prozent und den Energieverbrauch um fünf Prozent pro Tonne produzierter Pappe senken.

Die abgeschlossenen, laufenden und geplanten Investitionen der Metsä Group seit 2015 belaufen sich auf insgesamt rund sieben Milliarden Euro. Die Investitionen ermöglichen es dem Unternehmen, die Bedürfnisse von Waldbesitzern und Kunden in der gesamten Wertschöpfungskette der Forstindustrie besser zu erfüllen und zum Klimaschutz beizutragen. Energieeffizienz, eine geringere Umweltbelastung und der fossilfreie Betrieb der Bioproduktfabrik unterstützen die Nachhaltigkeitsziele der Metsä Group und ihrer Kunden.

Quelle: Metsä Group

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