Positive Zwischenbilanz nach zwei Jahren Verpackungsgesetz

Kunststoffflakes aus Post-Consumer-Recyclaten auf einem lila Hintergrund bilden ein Recyclingsymbol
(Bild: Lea Rae / shutterstock.com)

Nach knapp zwei Jahren liegen nun umfängliche Daten und Informationen zu den ersten Wirkungen des neuen Verpackungsgesetzes vor. Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) zieht heute eine positive Zwischenbilanz. Mittlerweile gebe es deutlich mehr recycelte Verpackungen und viel mehr Hersteller, die ihrer Produktverantwortung nachkämen.

Produktverantwortung

Mittlerweile kommen fast 200.000 Hersteller ihren Pflichten nach dem Verpackungs-gesetz nach, das sind 140.000 Hersteller mehr als noch vor 4 Jahren. Es finanzieren mehr als 75 Prozent aller Verpackungen das System mit der gelben Tonne und dem gelben Sack und tragen zu hohen Recyclingmengen bei.

Hier konnte das Verpackungsregister LUCID eine Trendwende erzielen. Doch ohne Vollzug ist das nicht möglich: Fast 6.000 Ordnungswidrigkeiten wurden an Vollzugsbehörden abgegeben oder stehen zur Abgabe bereit.

„Die Daten zeigen, dass die Produktverantwortung für Verpackungen wieder einen hohen Stellenwert bekommen hat“
Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR).

Recycling und recyclinggerechtes Design

Auch im Recycling geht es voran. Insgesamt wurden 5,3 Mio. t Verpackungen des privaten Endverbrauchers stofflich verwertet. Das bedeutet: 13 Prozent Steigerung bei den recycelten Verpackungsmengen. Bei den Kunststoffen wurden sogar 50 Prozent mehr werkstofflich verwertet.

„Die Recyclingmengen haben zwei Treiber: Die höheren Quoten des Verpackungsgesetzes und die höheren Mengen, die an Systemen beteiligt werden“, erläutert Gunda Rachut die Dynamik, die das Verpackungsregister LUCID beim Recycling erzeugt hat. Nicht in diesen Werten enthalten sind über 8.500 t an zur Verwertung exportierter Verpackungsabfälle, da der Nachweis der Verwertung nicht ausreichend erfolgt ist.

Das recyclinggerechte Design von Verpackungen ist mit dem neuen Mindeststandard zur Bemessung des recyclinggerechten Designs noch einfacher zu ermitteln.

Es gibt noch Schwachstellen

Das Verpackungsregister wirkt mit seiner Transparenz. Es legt die positiven Entwicklungen dar, beleuchtet aber auch die noch bestehenden Schwachstellen.

„Verpackungen sind damit der am besten dokumentierte Stoffstrom in Deutschland. Die Transparenz bietet die Grundlage für die Politik, um kluge und nachhaltige Weiterentwicklungen im Sinne der Abfallhierarchie zu kreieren. Register und Mindeststandard haben es in die europäischen Diskussionen zur Fortentwicklung des Verpackungsrechts geschafft. Diese Ausstrahlungswirkung bestätigt unseren Weg als schlanke Behörde, aber auch als beliehene Stiftung.“
Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR)

Quelle: Zentrale Stelle Verpackungsregister

 

Verpackungsgesetz zeigt Wirkung