Der Schweizer Non-Profit-Verein RecyPac zieht in seinem Jahresbericht 2025 eine positive Bilanz des ersten operativen Geschäftsjahres. Nach Angaben der Branchenorganisation erhielten bis Ende 2025 rund 1,5 Millionen Menschen Zugang zur nationalen Sammellösung für Plastikverpackungen und Getränkekartons. Insgesamt wurden 478 Tonnen Sammelgut erfasst.
Seit dem Start des Systems im Januar 2025 wurde der RecyBag in zahlreichen Städten, Gemeinden und Regionen eingeführt. Zu den größeren Erweiterungen zählten unter anderem Basel, Lausanne, St. Gallen und Zürich sowie die Regionen Südostschweiz und Zimmerberg. Parallel dazu wurde das Netz aus Sammel- und Verkaufsstellen auf mehr als 500 Standorte ausgebaut.
„Von null auf 1,5 Millionen – so viele Menschen hatten Ende 2025 Zugang zum RecyBag. Darauf können wir stolz sein“, sagte RecyPac-Präsidentin Kathrin Amacker.
Ausbau der Kreislaufwirtschaft
Einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung sieht RecyPac in der im Herbst 2025 unterzeichneten Absichtserklärung mit der InnoRecycling AG, Betreiberin des Sammelsystems „Bring Plastic Back“. Ziel ist die Integration des Systems in die nationale Lösung von RecyPac. Gleichzeitig soll sich InnoWay künftig stärker auf Sortierung und Verwertung konzentrieren.
Bereits im Mai 2025 hatte RecyPac einen Sortiervertrag mit dem Mitgliedsunternehmen Leo-Recycle abgeschlossen. Nach Angaben der Organisation verfügt RecyPac damit über die Möglichkeit, Kunststoffverpackungen und Getränkekartons innerhalb der Schweiz zu sortieren. Die Vereinbarungen sollen die nationale Kreislaufwirtschaft stärken.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 21. Mai 2026 in Bern wurde zudem Philippe Model, Geschäftsführer der InnoPlastics AG, neu in den Vorstand gewählt und übernimmt dort den Sitz der Entsorger.
Handel dominiert die Rücknahme
Laut dem erstmals veröffentlichten Monitoring stammten rund zwei Drittel der im Jahr 2025 gesammelten 478 Tonnen Materials aus Rücknahmen des Handels. Das verbleibende Drittel wurde über Gemeinden und private Recyclingunternehmen erfasst. RecyPac wertet dies als Hinweis darauf, dass sich der Handel auf künftige Rücknahmepflichten vorbereitet.
Ein externes Audit der Neosys AG bestätigte nach Angaben der Organisation die vollständige Erfassung der Warenströme. Hinweise auf Materialverluste oder nicht dokumentierte Stoffströme seien nicht festgestellt worden.
Quelle: RecyPac






