Die Anwendung der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) ab dem 12. August markiert einen bedeutenden Wendepunkt für die Verpackungsindustrie in Deutschland. Um den Anforderungen dieser Verordnung gerecht zu werden, hat die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) ihre Führungsstruktur erweitert. Dr. Alexander Dröge tritt in den Vorstand der ZSVR ein, während Franziska Safak zur neuen Generalsekretärin ernannt wird.
Die ZSVR sieht sich mit der wachsenden Komplexität der rechtlichen Einordnung konfrontiert, die durch das enge Zusammenspiel von nationalem und europäischem Recht erforderlich wird. Der Vorstand besteht nun aus Gunda Rachut und Dr. Alexander Dröge, wobei Rachut den Vorsitz übernimmt. Dr. Dröge bringt umfassende Expertise in den Bereichen Recht, Verwaltung, Compliance und Finanzen mit und übernimmt die Verantwortung für die zentralen Geschäftsbereiche Recht, Verwaltung und Personal.
Diese personelle Verstärkung ist eine strategische Antwort auf die neuen Herausforderungen, die durch die PPWR und das künftige Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) entstehen. Gunda Rachut betont, dass die Erweiterung der Stiftungsleitung die ZSVR strategisch und organisatorisch neu positioniert, um die Anforderungen effizient zu bewältigen.
Weiterentwicklung der ZSVR-Systemlandschaften
Die digitale Ausrichtung der ZSVR erfordert nicht nur juristische Expertise, sondern auch fundierte Kenntnisse in den Bereichen Daten, IT und Prozesse. Vor diesem Hintergrund wird Franziska Safak zur Generalsekretärin berufen. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in einem dualen System und ihrem Wissen über komplexe Prozess- und Systemlandschaften bringt sie die idealen Voraussetzungen für diese Rolle mit.
In ihrer neuen Funktion ist Safak für die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur der Stiftung verantwortlich und stellt sicher, dass die technologische Basis zukunftsfähig aufgestellt ist. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die digitale Zukunftsfähigkeit der Systemlandschaft der ZSVR zu gewährleisten.
Paradigmenwechsel durch die PPWR
Die Anwendung der PPWR markiert einen Paradigmenwechsel für das Verpackungsrecycling in Deutschland. Während die ZSVR weiterhin die Überwachung der Einhaltung der verpackungsrechtlichen Pflichten in Deutschland als zentrale Aufgabe wahrnimmt, gewinnt die europäische Harmonisierung zunehmend an Bedeutung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Bekämpfung der Unterbeteiligung, die Voraussetzung für eine wirksame und transparente Marktüberwachung ist.
Mit dem auf Initiative der Stiftung gegründeten Netzwerk European National Registers (EUNR) schafft die ZSVR die Grundlage für eine abgestimmte Anwendung der Regelungen im gesamten Binnenmarkt. Dies unterstreicht die Bedeutung einer koordinierten europäischen Strategie, um die Herausforderungen der modernen Verpackungsregulierung zu meistern.
Fokus auf Strategie und europäisches Netzwerk
Durch die Neuaufstellung der Geschäftsführung kann sich Gunda Rachut verstärkt auf strategische Grundsatzfragen und die übergeordnete Steuerung konzentrieren. Zudem übernimmt sie die Präsidentschaft im europäischen Netzwerk EUNR. Die ZSVR trägt damit der Tatsache Rechnung, dass moderne Verpackungsregulierung nicht mehr rein national gedacht werden kann.
Quelle: Zentrale Stelle Verpackungsregister
Netzwerk europäischer Verpackungsregister EUNR gestartet





