Der spanische Sektor für Kartonverpackungen hat 2025 seine Produktion leicht gesteigert. Nach Branchenangaben erreichte die Produktion 525.918 Tonnen, während der Umsatz mit 1,281 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau blieb. Damit behauptet sich die Branche als wichtiger Teil der Lieferkette für Lebensmittel, Konsumgüter und weitere Industriebranchen, so Aspack, dem Branchenverband der Kartonverpackungsindustrie in Spanien.
Die Zahl der Unternehmen liegt in Spanien bei 90, die zusammen rund 7.000 Beschäftigte zählen. Das unterstreicht die industrielle Bedeutung des Sektors, der sich nach Angaben des Verbands Aspack in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld anpassungsfähig gezeigt hat. Im Vergleich zu 2024 nahm die Produktionsmenge um 1,84 Prozent zu, während der Umsatz um 0,58 Prozent anzog.
Rentabilität verbessert sich trotz Kostendruck
Zusätzliche Hinweise auf eine festere wirtschaftliche Basis liefert das Benchmarking des Sektors für die Jahre 2021 bis 2024. Demnach stieg der Branchenumsatz 2024 auf 1,274 Milliarden Euro, nachdem er 2021 noch bei 979 Millionen Euro gelegen hatte. Die EBITDA-Marge lag 2024 bei rund 11,2 Prozent. Als Treiber dieser Entwicklung gilt laut Branchenangaben vor allem die fortgesetzte technologische Modernisierung, mit der Unternehmen ihre Effizienz erhöht und ihre Wertschöpfung auch unter dem Druck gestiegener Industriekosten verbessert haben.
Lebensmittel bleiben wichtigster Absatzmarkt
Besonders eng bleibt die Kartonverpackungsindustrie in Spanien mit dem Bereich Fast Moving Consumer Goods und hier vor allem mit der Lebensmittelindustrie verbunden. Sie steht für 51 Prozent des Branchenumsatzes, während 49 Prozent auf Non-Food-Segmente wie Pharmazie, Kosmetik, Drogerie oder Textilien entfallen.
Innerhalb des Lebensmittelbereichs entfallen die größten Anteile auf frische und tiefgekühlte Produkte mit 29 Prozent. Dahinter folgen Getränke mit 21 Prozent sowie Cerealien und Süßwaren mit jeweils 16 Prozent. Das zeige die enge Verankerung von Kartonverpackungen in der Lebensmittelversorgung und im Handel.
Größere Unternehmen prägen die Branchenstruktur
Das Branchenbild ist zugleich mittelständisch geprägt und in Teilen konzentriert. Zwar erwirtschaften 56 Prozent der Unternehmen weniger als 10 Millionen Euro Umsatz, doch 29 Firmen stehen für 70 Prozent des Gesamtumsatzes. 16 Unternehmen vereinen sogar die Hälfte des Geschäfts auf sich.
Auffällig ist zudem die wachsende Bedeutung größerer Betriebsstrukturen. 83 Prozent des Branchenumsatzes stammen von Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten. Das spricht für einen Sektor, in dem Größe zunehmend mit Investitionsfähigkeit, Effizienz und technologischer Weiterentwicklung verbunden ist.
Moderate Zuwächse auch in den kommenden Jahren erwartet
Für die nächsten Jahre rechnet die Branche mit einem moderaten Wachstum. Als wichtige Impulse gelten der zunehmende E-Commerce, die Nachfrage nach nachhaltigeren Verpackungslösungen und die Substitution weniger gut recycelbarer Materialien. Damit bleibt Karton aus Sicht der Branche ein Material, das von regulatorischen und marktseitigen Veränderungen profitieren könnte.
Quelle: Aspack







