Die Interpack 2026 hat ihre Tore geöffnet. Mehr als 2.800 Aussteller aus 65 Ländern zeigen noch bis zum 13. Mai in Düsseldorf ihre Neuheiten. Als weltweit größte Messe für Processing & Packaging bringt die Messe die Branche aus aller Welt zusammen und zeigt, dass ohne Verpackung weder moderne Produktion noch globale Versorgung funktioniert.
Die Interpack macht über alle Hallen hinweg die gesamte Bandbreite der Industrie sichtbar: von Verpackungsmaschinen und kompletten Produktionslinien bis zu Materialien, Packmitteln und Prozesstechnik, etwa für Lebensmittel, Pharma, Kosmetik und Industriegüter. Viele Anlagen laufen live und die Produktion ist vor Ort erlebbar.
Neue Regeln, stabile Industrie
Ein zentrales Thema der Messe ist die Europäische Verpackungsverordnung (PPWR), die ab August 2026 endgültig greifen sollen. Die neuen Vorgaben betreffen sämtliche Verpackungen in der EU. Auf der Interpack wird sichtbar, wie Unternehmen darauf reagieren: Sie entwickeln Materialien neu, verändern Verpackungskonzepte und treiben den Umbau ihrer Produktion voran.
Trotz der bevorstehenden Veränderungen geht die Branche den Wandel aus einer starken Position heraus an. Der Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinenbau hat sich in einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld als stabil erwiesen, mit einem Produktionsplus und hohen Exporten im Jahr 2025.
Die steigende globale Nachfrage nach Lebensmitteln und Pharmazeutika trägt zu dieser Stabilität bei, ebenso wie die zentrale Rolle der Verpackung in internationalen Lieferketten. Verpackungen sind nicht nur Hüllen; sie sind entscheidend für den Transport, die Haltbarkeit und die Verfügbarkeit von Produkten weltweit.
Automatisierung, Materialien und Kompetenzen
Die Interpack 2026 setzt gezielte inhaltliche Schwerpunkte mit den Hot Topics Smart Manufacturing, Innovative Materials und Future Skills. Smart Manufacturing steht für eine datenbasierte, ressourceneffiziente Produktion, die von Künstlicher Intelligenz bis zur Robotik reicht. Innovative Materials fokussiert sich auf neue Packstoffe, Funktionalitäten und Design-for-Recycling-Konzepte. Future Skills thematisiert den Wandel der Arbeitswelt und die Kompetenzen, die für eine zunehmend digitalisierte und automatisierte Produktion erforderlich sind.
Parallel dazu bietet die Interpack ein umfangreiches Rahmenprogramm. Im Spotlight Forum diskutieren Expertinnen und Experten aktuelle Themen wie Automatisierung, Regulierung und Nachhaltigkeit und ordnen technologische Trends ein.
Die Initiative Save Food widmet sich der Reduzierung von Lebensmittelverlusten entlang der Wertschöpfungskette und zeigt, welchen Beitrag Verpackung und Prozesstechnik dazu leisten können. Mit „Women in Packaging“ rückt die Interpack zudem die Rolle von Frauen in der Branche in den Fokus und schafft eine Plattform für Austausch, Sichtbarkeit und Vernetzung.
Live-Berichterstattung und Analysen
Mit „interpack TV Live“ wird das Messegeschehen direkt ins Studio gebracht – vor Ort und digital. Dieses Format liefert Einordnungen zu Trends, Innovationen und zentralen Themen der globalen Processing- und Packaging-Branche. In Kooperation mit dem packaging journal erwartet die Zuschauer ein kuratiertes Programm aus Gesprächen, Analysen und Diskussionsrunden, das während der gesamten Messelaufzeit vom 7. bis 13. Mai gesendet wird.
Quelle: Messe Düsseldorf






