Coperions Recyclingtechnologie erhält FDA-Zulassung

Die FDA hat bestätigt, dass Coperions Recyclingtechnologie zur Herstellung von rHDPE und rPP die Anforderungen für den direkten Lebensmittelkontakt erfüllt.
(Bild: Coperion)

Coperion erhält für seine Recycling-Technologie die Bestätigung der U.S. Food and Drug Administration (FDA), dass die Technologie zur Herstellung von rHDPE und rPP die Anforderungen für den direkten Lebensmittelkontakt erfüllt. Die Rezyklate können somit in Lebensmittelverpackungen verwendet werden.

Coperion erhielt den sogenannten Letter of No Objection (LNO) von der FDA, der bescheinigt, dass die Kombination aus Doppelschneckenextrudern und Siloentgasung EcoFresh zur Herstellung von lebensmitteltauglichem rHDPE und rPP geeignet ist. Damit bietet das Unternehmen als erster Komplettanbieter von Dekontaminationssystemen mit Doppelschneckenextruder und Siloentgasung EcoFresh dem Markt eine effiziente Lösung für die Herstellung lebensmitteltauglicher Rezyklate – sowohl für kleine Durchsätze als auch bis hin zu 6.000 kg/h.

Die für den LNO notwendige Dekontamination des rHDPE und rPP erreicht Coperion mit dem Zusammenspiel beider vielfach bewährten Technologien. Sie wurde in einem Belastungstest (Challenge-Test) auf die Probe gestellt und von der FDA bestätigt.

Es eröffnen sich nun neue Möglichkeiten für den Kreislauf von Lebensmittelverpackungen: Beispielsweise kann aus HDPE-Milchflaschen oder Getränkeflaschen für Fruchtsäfte lebensmitteltaugliches Regranulat erzeugt und anschließend wieder zur Produktion von ebensolchen Flaschen oder ähnlichen Produkten verwendet werden. Lebensmittelbehälter, Becher und Schalen aus PP können erneut zu Verpackungen mit direktem Lebensmittelkontakt rezykliert werden. 

Herstellung von Food Grade rHDPE und rPP

Die Herstellung von lebensmitteltauglichen Rezyklaten gilt als eine der größten Herausforderungen im Kunststoffrecycling. Solche Regranulate sind als für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln geeignet zertifiziert und erfüllen höchste Anforderungen an Reinheit und Sicherheit.

„Die Bestätigung durch die FDA bedeutet, dass rHDPE und rPP, das mit unseren Technologien hergestellt wird, in Anteilen bis zu 100 Prozent für neue Verpackungen von Lebensmitteln aller Art eingesetzt werden können. Damit geben wir Recyclern die Sicherheit, dass unser energieeffizienter mechanischer Recyclingprozess hochwertiges Rezyklat für die FDA Use Cases A-H herstellt. Dazu zählen zum Beispiel Verpackungen für hochtemperatur-hitzesterilisierte, pasteurisierte oder tiefgekühlte Produkte.“

efan Lachenmayer, Global Commercial Director Recycling bei Coperion

Prozessschritte zur Lebensmitteltauglichkeit

Maßgeblich für die hohe Dekontaminationsleistung der Coperion Lösung sind die hohe Entgasungsleistung des Doppelschneckenextruders und die effiziente Siloentgasung EcoFresh, wo bereits bei geringer Verweilzeit schwer flüchtige Migrationsstoffe zuverlässig entfernt werden.

Ausgangsmaterial für den Coperion Prozess für lebensmitteltaugliches rHDPE Rezyklat sind gebrauchte HDPE-Getränkeflaschen oder deren Verschlusskappen. Der Stoffstrom für rPP Compounds besteht aus Gemüseschalen, -verpackungen, Joghurtbechern, o.ä.

Das Material wird über gravimetrische Coperion K-Tron Dosierer in den Extruder gegeben. Dort wird es über Doppelschnecken zunächst aufgeschmolzen, intensiv gemischt, homogenisiert und prozessstabil entgast. Coperion profitiert bei der Auslegung der Prozessparameter von seiner langjährigen Erfahrung beim Entgasen von Schmelzen und hat das Verfahren und die Konfiguration der Schnecke optimal für die jeweilige Recyclinganwendung angepasst.

Über einen Schmelzfilter wird der Kunststoff von festen Fremdstoffen gereinigt und granuliert. Für einen zweiten Dekontaminationsschritt werden die Recompounds in die neuentwickelte und standardisierte Siloentgasung EcoFresh gegeben.

Food Grade Tests im Recycling Innovation Center

Recycler können die Dekontaminationsleistung von Extrudern und EcoFresh im Recycling Innovation Center von Coperion testen. Dort stehen beide Technologien für umfangreiche Tests mit den Original-Stoffströmen zur Verfügung. Zusammen mit dem Technikum von Herbold Meckesheim, wo die Zerkleinerung und Reinigung der Ausgangsmaterialien erfolgt, kann Coperion den gesamten Recyclingprozess in seinen Test-Centern abbilden.

Quelle: Coperion