Automatisierte Rückgabe von Mehrwegbechern in Freiburg

In Freiburg zeigt Tomra Reuse, wie die automatisierte Rückgabe von Recup Mehrwegbechern in bestehende städtische Systeme integriert werden kann. Zwei neue Automaten am Hauptbahnhof bieten eine praktische Lösung.
Tomra Reuse zeigt mit zwei Automaten am Freiburger Hauptbahnhof, wie die automatisierte Rückgabe von Mehrwegbechern in bestehende städtische Systeme integriert werden kann. (Bild: Tomra Reuse)

Tomra Reuse setzt in Freiburg einen neuen Standard für die Integration von Mehrwegsystemen in den urbanen Alltag. Mit der Installation von zwei Rücknahmeautomaten für Recup-Becher am Hauptbahnhof wird erstmals in Deutschland die automatisierte Rückgabe in ein bestehendes städtisches Mehrwegumfeld integriert. Das Ziel: die Nutzung von Mehrwegverpackungen zu vereinfachen und die Rückgabe an zentralen, stark frequentierten Orten zu ermöglichen.

Am Freiburger Hauptbahnhof werden zwei Rücknahmeautomaten von Tomra Reuse für Recup-Becher installiert. Verbraucherinnen und Verbraucher können ihre Mehrwegbecher dort künftig automatisiert zurückgeben. Freiburg bietet dafür ein besonders relevantes Umfeld. Die Stadt verfügt bereits über etablierte Mehrwegstrukturen und hat mit der Verpackungssteuer einen zusätzlichen regulatorischen Rahmen geschaffen, der Mehrweg gegenüber Einweg stärkt. Was bislang fehlt, sind niedrigschwellige, automatisierte Rückgabemöglichkeiten an Orten, an denen To-go-Konsum und Mobilität im Alltag zusammenkommen. Genau hier setzt die Technologie von Tomra Reuse an.

Automatisierte Rückgabe im Alltag

Die beiden Rücknahmeautomaten am Freiburger Hauptbahnhof ergänzen das bestehende Recup-System um eine zusätzliche Rückgabemöglichkeit. Nutzerinnen und Nutzer können ihre Becher dort zurückgeben, ohne sie zwingend bei einem teilnehmenden Café oder Restaurant abgeben zu müssen. Die Becher werden durch den Automaten erkannt und der Pfandbetrag wird direkt kontaktlos auf die digitalen Zahlungsmittel der Nutzer zurückerstattet. Dadurch wird Mehrweg sichtbarer, einfacher zugänglich und besser in alltägliche Wege integrierbar.

„Freiburg zeigt, wie effektiv sich das Recup-Netzwerk um zusätzliche Rückgabeinfrastruktur erweitern lässt, wo hohe Bedarfe sind. Hauptbahnhöfe sind hochfrequentierte Orte: Menschen aus der ganzen Region kommen hier zusammen, auf dem Weg in die Stadt oder wieder raus. Gerade hier muss Mehrweg möglichst einfach und über Stadtgrenzen hinaus funktionieren – das haben wir geschafft.“

Philipp Goos, Geschäftsführer von Recup

Tomra Reuse stellt für das Projekt die Rücknahmeinfrastruktur sowie die digitale Plattform bereit. Die Technologie ist darauf ausgelegt, Rückgabeprozesse effizient, nachvollziehbar und nutzerfreundlich zu gestalten. Zum Start nehmen die Automaten Recup-Becher an. Perspektivisch kann die Infrastruktur auch für weitere Mehrwegverpackungen angepasst werden.

(Bild: Tomra Reuse)

Infrastruktur als Baustein für skalierbare Mehrwegsysteme

„Mehrweg funktioniert dann besonders gut, wenn Rückgabe genauso einfach wird wie Nutzung“, sagt Sven Hennebach, Senior Manager Tomra Reuse. „Freiburg zeigt, wie automatisierte Rückgabe bestehende Mehrwegsysteme sinnvoll ergänzen kann. Für Städte ist das ein wichtiger Punkt: Es reicht nicht, Mehrweg zu fördern oder Einweg unattraktiver zu machen. Es braucht auch die passende Infrastruktur, damit Verbraucherinnen und Verbraucher Mehrweg selbstverständlich in ihren Alltag integrieren können.“

Der Freiburger Einsatz unterstreicht Tomras Rolle als Technologie- und Infrastrukturpartner für bestehende Mehrwegsysteme. Automatisierte Rückgabe muss nicht zwingend ein vollständig neues System voraussetzen, sondern kann auch in bestehende Ökosysteme integriert werden. Für Kommunen, Systemanbieter und Gastronomiebetriebe entsteht so ein zusätzlicher Baustein, um Mehrweg im urbanen Raum praxistauglicher zu machen und die Voraussetzungen für höhere Nutzung und Rücklaufquoten zu verbessern.

(Bild: Tomra Reuse)

Welches Potenzial automatisierte Rückgabe im städtischen Raum entfalten kann, zeigt Tomra Reuse bereits in Aarhus: Dort ermöglichen mehr als 30 Rücknahmeautomaten im öffentlichen Raum seit Januar 2024 die Rückgabe von Mehrwegbechern. Mittlerweile wurde die Marke von zwei Millionen Rückgaben überschritten – bei einer Rücklaufquote von 89 Prozent.

Quelle: Tomra Reuse