Lego eröffnet Innovationszentrum für Produktion und Verpackung

Ein Schwerpunkt liegt dabei auch auf der Entwicklung neuer Verpackungsprozesse.
Bild: Lego Group

Die Lego Group hat in Billund ihr erstes globales Innovationszentrum für die Fertigung eröffnet. Der neue Kornmarken Campus bündelt Entwicklung, Erprobung und Skalierung neuer Produktionstechnologien an einem Standort. Ein Schwerpunkt liegt dabei auch auf der Entwicklung neuer Verpackungsprozesse sowie nachhaltiger Materialien.

Mit dem 47.000 Quadratmeter großen Neubau und der angrenzenden bestehenden Produktionsstätte entsteht ein insgesamt rund 100.000 Quadratmeter großer Fertigungs- und Innovationsstandort. Rund 1.800 Beschäftigte aus den Bereichen Engineering, Qualitätssicherung und Produktion sollen dort neue Fertigungstechnologien entwickeln und für den weltweiten Einsatz in den Lego-Werken vorbereiten. Parallel läuft die Produktion von Lego-Steinen am Standort weiter.

Laut Niels B. Christiansen, Chief Executive Officer der Lego Group, stärkt der Kornmarken Campus das Fundament des Unternehmens für künftiges Wachstum. „Der Kornmarken Campus stärkt das Fundament der Lego Group für künftiges Wachstum. Indem wir alle Bereiche der Fertigungsinnovation an einem Standort zusammenführen, können wir neue Ideen in unserem globalen Produktionsnetzwerk schneller von der Konzeption in die Praxis überführen“, sagte er.

Verpackung ist Teil der Entwicklungsplattform

Zum Kornmarken Campus gehören unter anderem ein Test- und Innovationszentrum, ein Materiallabor, ein Zentrum für additive Fertigung, eine Ausbildungsakademie sowie die Werkzeugfertigung. Im Test- und Innovationszentrum werden nach Unternehmensangaben neue Lego-Elemente, Produktionsverfahren und Technologien für Formenbau, Spritzguss, Weiterverarbeitung und Verpackung entwickelt, getestet und für den Einsatz in den weltweiten Werken skaliert.

Im Materiallabor erforscht Lego außerdem alternative Rohstoffe mit geringerem Einsatz fossiler Kunststoffe. Ergänzend sollen moderne 3D-Fertigungsverfahren im Additive Manufacturing Centre die Entwicklung neuer Produktionskonzepte beschleunigen.

Investition in künftige Fertigungstechnologien

Der neue Campus soll zugleich die Ausbildung und den Aufbau von Fachkompetenzen für die Produktion unterstützen. Dafür werden unter anderem Ausbildungsprogramme für Werkzeugmacher und Kunststofftechniker an einem Standort gebündelt. Das Gebäude ist zudem auf Zusammenarbeit und Wissensaustausch ausgelegt.

Chief Operations Officer Carsten Rasmussen betonte die Bedeutung der neuen Einrichtung für die Weiterentwicklung der Produktion: „Die Lego Group verfügt über einige der talentiertesten Ingenieure und Handwerker der Welt. Diese Einrichtung stellt ihnen die Werkzeuge und Technologien zur Verfügung, um die Möglichkeiten der Produktentwicklung und Produktion – heute und in Zukunft – weiter auszubauen.“

Quelle: Lego