Rondo erweitert Druckmaschine um Kaltfolienmodul

Faltschachtel mit Kaltfolienveredelung (Bild: Rondo AG)
Mit einer Kaltfolienveredelung lassen sich marketing- und sicherheitsrelevante Informationen auf eine Sekundärverpackung aufbringen. (Bild: Rondo AG)

Der schweizerische Faltschachtelhersteller Rondo AG erweitert nach und nach die Kapazitäten seines tschechischen Produktionsstandorts. Im Werk Ejpovice bei Pilsen wurde im Dezember 2018 eine dritte Druckmaschine in Betrieb genommen. Diese wurde nun um ein Modul zur Veredelung von Arzneimittelschachteln mit Kaltfolie erweitert.

Das auf  Faltschachteln für die Arzneimittelindustrie spezialisierte Unternehmen hat in Ejpovice eine Heidelberg Speedmaster XL 106 installiert. Diese ist besonders auf die Verarbeitung kleiner und flexibler Losgrößen ausgelegt. Die erweiterten Druckkapazitäten kommen aber auch dem Stammwerk in Allschwil zugute, wo erst im Frühjahr des vergangenen Jahres Primefire-Digitaldruckmaschinen von Heidelberger Druck installiert worden waren.

Vorteile der Kaltfolienprägetechnologie nutzen

Mit der Erweiterung der Speedmaster XL 106 um das neue Modul nutzt Rondo die Vorteile der Kaltfolienprägetechnologie. Die Folie wird direkt ohne hohe Temperaturen auf die Faltschachtel geklebt und kann danach direkt inline bedruckt werden. Dadurch ergeben sich große Effizienzgewinne.

„Der Trend zum Veredeln von Healthcare- Verpackungen hält weiter an.“
Walter Würfel, Director Sales & Marketing bei Rondo

„Auch Pharmahersteller suchen nach Möglichkeiten, ihre Produkte von denen anderer Hersteller abzuheben“, sagt Rondo-Sales-und-Marketing-Direktor Walter Würfel zu der Neuanschaffung, „ Eine attraktive hochwertige Verpackung ist insbesondere bei OTC-Produkten, deren Marktanteil weiterhin wächst, eine erfolgsversprechende Möglichkeit.“

Nutzen für Marketing und Produktschutz

Mit dem kürzlich in Betrieb genommenem Kaltfolienmodul können nach Angaben von Rondo neben marketingrelevanten Gestaltungsmerkmalen auch Sicherheitsmerkmale auf die Sekundärverpackung aufgebracht werden. Das soll dem Fälschungsschutz dienen. „Mit dem neuen Kaltfolienmodul können wir unsere Kunden sowohl bei der Positionierung ihrer Produkte als auch bei der Erhöhung der Arzneimittel- und Patientensicherheit noch kompetenter unterstützen“, ist Joachim Hoeltz, Geschäftsführer von Rondo überzeugt.

Installiert wurde das Kaltfolienmodul „Optima SF110GF“ von Vinfoil. Vinfoil ist ein Unternehmen aus dem niederländischen ‘s-Hertogenbosch. Im Dezember 2018 meldete der Druckmaschinenhersteller die auch von der deutschen Berufsgenossenschaft Zertifizierung des Optima-Systems für den Betrieb mit der Heidelberg Speedmaster XL 106. Das Kaltfolienmodul ist nach Angaben von Vinfoil auf die Verarbeitung von bis zu 18.000 Folienbögen pro Stunde vorbereitet.

Über die Rondo AG

DIe Rondo AG wurde 1934 in der Schweiz gegründet. Neben dem Stammsitz in Allschwill gibt es weitere Produktionsstandorte in Tschechien und den USA. Die Mitarbeiterzahl gibt Rondo mit 350 an.
www.rondo-packaging.com