Für die Junghans Kunststoffwaren-Fabrik aus Hessisch-Lichtenau ist das Jahr 2026 etwas ganz Besonderes. Das Familienunternehmen kann auf 150 erfolgreiche Jahre zurückblicken: 1876 als kleiner regionaler Handel gegründet, steht der Name Junghans heute für individuell gefertigte, qualitativ hochwertige Verpackungen, Verschlüsse, Deckel und Behälter aus Kunststoff.
Das Unternehmen fertigt Verpackungen für weltbekannte Produkte wie TetraMin, Südzucker, Natreen oder Wiberg-Gewürze. Mit einem Jahresumsatz von 14 Millionen Euro liefert Junghans 95 Prozent der Deckel an internationale Konzerne in Deutschland, so starten viele Deckel ihre Reise um die Welt.
Für eine effizientere Produktion investierte Junghans neun Millionen Euro in modernste Automatisierung und Digitalisierung wie fahrerlose Transportsysteme, Palettierroboter, vollautomatische Kartonaufrichter und -verschließer sowie ein Hochregallager. Die umfassende Digitalisierung der Fertigungsprozesse in allen Etappen ermöglicht am Ende auch die lückenlose Rückverfolgung jedes einzelnen von täglich über eine Million gefertigten Produkten.
Die 65 Mitarbeitenden werden kontinuierlich in allen hygiene- und qualitätsrelevanten Themen geschult, interne Auditoren-Teams überwachen dabei die Abläufe. Aufgrund dieser optimierten Qualitätssicherung erreichte Junghans bei einem unangekündigten BRC-Hygieneaudit die selten vergebene Topbewertung AA+.

Ur-Urgroßvater Christoph Junghans startete in Vockerode im Werra-Meißner-Kreis mit einem Handel von Salbenkruken sowie Schneider- und Schulkreide und legte damit den Grundstein. Kurz darauf prägte bereits die eigene Herstellung von Salbenkruken aus Porzellan und Ton das Unternehmen. 1952 erfolgte der Umzug nach Hessisch Lichtenau. Hier wurde dann die erste Dose aus dem Duroplast Bakelit gepresst. Damit gehörte Junghans zu den ersten Herstellern von Kunststoffverpackungen. Auch konnten Deckel bereits mehrfarbig bedruckt werden. Ab 1960 wurden Duroplaste durch Thermoplaste ersetzt, und es konnte im Spritzgussverfahren produziert werden.
Diplom-Ingenieur Klaus Junghans übernahm 1997 das Unternehmen mit 15 Mitarbeitenden. Zusammen mit seiner Frau Martina führt er die Geschäfte des Unternehmens. Die gelernte Chemie-Ingenieurin verantwortet dabei den Unternehmensbereich Personal und Qualitätsmanagement.
Nachhaltigkeit als Kernstrategie
Sehr viele individuelle Verschluss- und Verpackungslösungen hat Klaus Junghans seitdem für die Lebensmittel-, Futtermittel- und Pharmaindustrie entwickelt. Der Nachhaltigkeitsgedanke wird dabei schon lange großgeschrieben. „Ein Schwerpunkt soll zukünftig die Entwicklung von sortenreinen Verpackungen sowie die Gewichtsreduktion der Verpackungen sein. Unsere Produktionsabfälle recyceln wir bereits selbst und produzieren daraus auch neue Verpackungen auf Kundenwunsch“, betont Klaus Junghans. Das Unternehmen ist damit gut auf die Forderungen der PPWR hinsichtlich Verpackungsdesign, Materialeinsatz, Lieferkettenstrukturen und Dokumentation gerüstet.
Quelle: Junghans Kunststoffwaren-Fabrik







