Die Linhardt Group wird den Standort Hambrücken nun doch nicht verkaufen. Wie das Unternehmen mitteilt, habe die Gesellschafterversammlung nach einem strukturierten Investorenprozess entschieden, den Standort weiterhin innerhalb der Unternehmensgruppe zu führen. Im Fokus stehen dabei der Erhalt des Know-hows im Bereich Kunststofftuben sowie die langfristige Stabilität des Standorts. Parallel dazu verlässt CEO Johannes Schick die Unternehmensgruppe im gegenseitigen Einvernehmen.
Nach Angaben von Linhardt war im Rahmen eines Investorenprozesses bereits eine „vielversprechende Lösung“ für den Standort entwickelt worden. Man sei überzeugt gewesen, einen geeigneten strategischen Partner für die zukünftige Entwicklung gefunden zu haben. Dennoch habe sich die Eigentümerfamilie nach intensiven Beratungen gegen den Verkauf entschieden. Der Standort Hambrücken bleibe damit Teil der Linhardt Group.
Fokus auf Kunststofftuben und Standortentwicklung
Wie aus der Mitteilung hervorgeht, spielten bei der Entscheidung insbesondere der Erhalt des spezifischen Know-hows im Bereich Kunststofftuben sowie die langfristige Zukunftsfähigkeit des Standorts eine zentrale Rolle. Zudem verweist das Unternehmen auf einen „verantwortungsvollen, langfristigen Ansatz“ gegenüber Mitarbeitenden, Kunden und Partnern.
Parallel dazu soll die Eigenständigkeit des Standorts innerhalb der Kunststoffsparte weiter gestärkt werden. Laut Linhardt laufen bereits organisatorische Anpassungen und gezielte Entwicklungsmaßnahmen. Seit dem 24. März 2026 verantwortet Helmut Kohlmeier als Geschäftsführer die Leitung der Linhardt Hambrücken GmbH.
Johannes Schick verlässt Linhardt
Zeitgleich gab die Linhardt Group bekannt, dass Johannes Schick seine Funktionen als CEO und Geschäftsführer der Unternehmensgruppe mit Wirkung zum 28. Mai 2026 niedergelegt hat und aus dem Unternehmen ausgeschieden ist. Nach Angaben der Eigentümerfamilie habe Schick die Entwicklung der Gruppe in den vergangenen sieben Jahren maßgeblich geprägt.
Zu den von Linhardt hervorgehobenen Projekten zählen unter anderem die strategische Positionierung von Aluminiumtuben für die Pharmaindustrie, die laut Unternehmen zur globalen Marktführerschaft geführt habe, die Übernahme der indischen Pioneer Group sowie verschiedene Digitalisierungs- und Automatisierungsprojekte an den Standorten der Gruppe.
Quelle: Linhardt






