Herma trotzt schwacher Konjunktur mit Exportgeschäft

Besonders positiv entwickelte sich der Bereich Etikettiermaschinen.
Der permanente Haftkleber 72Hpw ermöglicht Etiketten mit hoher Transparenz (Bild: Herma)

Der Etiketten- und Kennzeichnungsspezialist Herma hat im Geschäftsjahr 2025 einen Gruppenumsatz von 447,0 Millionen Euro erzielt. Damit lag der Umsatz um 1,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 452,6 Millionen Euro. Während das Inlandsgeschäft um 4,4 Prozent zurückging, entwickelte sich das Auslandsgeschäft mit einem Plus von 0,5 Prozent positiv. Die Exportquote stieg auf 65,8 Prozent.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben laut Herma schwierig. Nach zwei rezessiven Vorjahren habe die deutsche Wirtschaft 2025 kaum die Zone der Stagnation verlassen. Vor diesem Hintergrund erwies sich das internationale Geschäft erneut als wichtiger Stabilitätsfaktor.

„Erneut wurde deutlich, dass wir auch vor dem Hintergrund eines schwachen wirtschaftlichen Umfelds die Schwerpunkte unserer Strategie Herma 2030 richtig gesetzt haben. Diversifizierung und Internationalisierung unserer Aktivitäten bleiben entscheidende Eckpunkte“, betonen die beiden Geschäftsführer Dr. Guido Spachtholz und Oguzhan Celil.

Etikettiermaschinen wachsen gegen den Branchentrend

Die drei Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich. Der Bereich Haftmaterial verzeichnete aufgrund eines verschärften Wettbewerbs im europäischen Markt und zusätzlicher Anbieter aus Fernost einen Umsatzrückgang von 3,7 Prozent. Der Geschäftsbereich Etiketten legte dagegen leicht um 0,3 Prozent zu. Wachstumstreiber waren insbesondere die Segmente Logistik und Chemie sowie Zuwächse im Schulgeschäft, in Drogeriemärkten und im Onlinehandel.

Besonders positiv entwickelte sich der Bereich Etikettiermaschinen. Während der deutsche Maschinen- und Anlagenbau im Berichtsjahr einen realen Produktionsrückgang von rund fünf Prozent verzeichnete, steigerte Herma den Umsatz in diesem Geschäftsbereich um 8,5 Prozent. Nach Angaben des Unternehmens trugen neue Marktsegmente und eine stärkere Positionierung in diesen Märkten zu diesem Wachstum bei.

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Profitables Wachstum bleibt Ziel für 2026

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Herma trotz anhaltend schwieriger Marktbedingungen ein Umsatzwachstum im unteren einstelligen Prozentbereich. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen weiterhin mit hohem Wettbewerbsdruck und einer angespannten Ergebnissituation. Durch seine breite Aufstellung und laufende Effizienzmaßnahmen sieht sich Herma jedoch gut vorbereitet.

„Es hat sich auch 2025 wieder als stabilisierend erwiesen, dass Herma entlang der gesamten Technologiekompetenz in ebenso zahlreichen wie vielfältigen Branchen weltweit aktiv ist“, erläutern die beiden Geschäftsführer. „So schlagen auch gebündelte negative Marktimpulse nicht in gleichem Maße auf die Geschäftsentwicklung durch. Wir gehen jedenfalls in unverändert guter Verfassung und deshalb optimistisch durch das ebenfalls fordernde, laufende Geschäftsjahr 2026 und halten an der Zielsetzung profitablen Wachstums fest.“

Die Zahl der Beschäftigten stieg im vergangenen Jahr von 1.065 auf 1.107. Auch die Zahl der Auszubildenden erhöhte sich von 61 auf 68.

Quelle: Herma