GS1-konforme 2D-Codes für Etiketten und Verpackungen

Die Einführung von GS1-basierten 2D-Codes in Verpackungen gewinnt an Bedeutung. Weiterverarbeiter müssen sich auf die steigende Nachfrage vorbereiten, um den Anforderungen gerecht zu werden.
(Bild: Domino Printing Science)

Die Einführung von GS1-basierten 2D-Codes in Verpackungen und Etiketten im Einzelhandel nimmt zunehmend Fahrt auf. Diese Codes sind multifunktionale Datenträger, die Informationen zu Herstellern, Preisen und Verbrauchern bereitstellen. Die korrekte Umsetzung dieser Codes ist entscheidend, da fehlerhafte oder nicht lesbare Codes das Vertrauen von Handel und Verbrauchern beeinträchtigen können. Toby Hayhurst, Product Manager bei Domino Printing Sciences, erklärt, wie sich Weiterverarbeiter auf die steigende Nachfrage nach diesen Codes vorbereiten können.

Ein zentraler Aspekt bei der Implementierung von GS1-konformen 2D-Codes ist die Wahl der richtigen Drucktechnologie. Marken müssen zwischen statischen und variablen QR-Codes sowie der benötigten Produktionsmenge entscheiden. Statische Codes, die im Wesentlichen einen GS1-EAN-13-Barcode ersetzen, enthalten die Global Trade Item Number (GTIN) des Produkts und optional eine URL. Diese Codes werden als Bestandteil des Layouts bereitgestellt und können, sofern die Qualitätsstandards erfüllt werden, sowohl analog als auch digital in hohen Auflagen gedruckt werden.

Variable und serialisierte 2D-Codes bieten zusätzlichen Mehrwert, sind jedoch komplexer in der Produktion. Für die Produktion in großem Maßstab ist ein Digitaldruck-Workflow mit variablen Daten erforderlich. Weiterverarbeiter müssen möglicherweise APIs von Drittanbietern lizenzieren, um Codes mit Datenbanken zu verknüpfen, die digitale Produktpässe unterstützen. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit mit API-Anbietern und Anbietern von Druck-Workflows.

Hohe Scanqualität sicherstellen

Die Druckqualität ist entscheidend für das zuverlässige Scannen von GS1 QR- oder DataMatrix-Codes. Herausforderungen wie Punktzuwachs und Tintenverlauf bei Flexo- und digitalen Inkjet-Verfahren können die Lesbarkeit beeinträchtigen. Auch die Farbe und Oberflächenbeschaffenheit des Substrats spielen eine Rolle. Um Probleme zu vermeiden, sollten Weiterverarbeiter QR-Codes bereits während des Druckprozesses verifizieren.

Verifikationssysteme identifizieren mangelhafte Codes und stellen sicher, dass diese über verschiedene Scan-Technologien hinweg zuverlässig gelesen werden können. Weiterverarbeiter müssen möglicherweise auf neue Vision-Systeme oder Kameratechnologien umsteigen, um die Investitionsrendite zu maximieren.

Einhaltung von Qualitätsstandards sicherstellen

GS1 QR- und DataMatrix-Codes müssen einen Mindestdruckqualitätsgrad von 1,5 gemäß ISO/IEC 15415:2024 erreichen. Dieser Standard trägt dazu bei, hohe Leseraten im Einzelhandel sicherzustellen. Weiterverarbeiter können durch Qualitätsprotokolle und Verifikationsberichte die Einhaltung dieser Standards nachweisen und Vertrauen schaffen.

Die Zusammenarbeit zwischen Weiterverarbeitern und Marken ist entscheidend, um Verantwortlichkeiten klar zu definieren und potenzielle Probleme frühzeitig zu vermeiden. Eine offene Kommunikation hilft dabei, Anforderungen abzustimmen und Herausforderungen rechtzeitig zu erkennen.

Da Marken ihre Strategien rund um 2D-Codes zunehmend vorantreiben, wird die Kommunikation zwischen Weiterverarbeitern und Marken immer wichtiger. Wer jetzt handelt und mit einem Experten für fortschrittlichen variablen Datendruck zusammenarbeitet, positioniert sich als starker Partner und Berater für die erfolgreiche Umstellung auf 2D-Codes.

Quelle: Domino Printing Sciences