Johannes Schick, CEO der Linhardt Group GmbH, hat seinen Rücktritt angekündigt. In einem Schreiben an Mitarbeitende und Geschäftspartner nennt er „grundsätzlich unterschiedliche Auffassungen“ über die strategische Ausrichtung als Grund und stellt seinen Abschied spätestens zum 31. Juli 2026 in Aussicht. In einem auf den 19. November 2025 datierten Brief bestätigt Schick ein im Unternehmen kursierendes Gerücht über seinen bevorstehenden Weggang. Er habe seine Kündigung bereits vor vier Wochen bei den Gesellschaftern eingereicht, schreibt der langjährige Geschäftsführer. Die Entscheidung sei ihm schwergefallen, sei aber aufgrund strategischer Differenzen „unvermeidbar“ gewesen. Schick blickt in seinem Schreiben auf rund sechseinhalb Jahre an der Spitze von Linhardt zurück. In dieser Zeit habe sich die „Linhardt-Familie“ enger zusammengeschlossen und eine „beeindruckende Entwicklung“ genommen. Das Unternehmen stehe für Zuverlässigkeit, Qualität, Innovation, Nachhaltigkeit sowie faire und respektvolle Partnerschaften. Diese Werte würden maßgeblich von der Einsatzbereitschaft und Loyalität der Belegschaft getragen, betont er. Zahlreiche regionale, nationale und internationale Auszeichnungen für Produkt- und Prozessinnovationen wertet Schick als Beleg für die Marktposition der Gruppe. Zu den Meilensteinen seiner Amtszeit zählt Schick unter anderem die Positionierung von Linhardt als Weltmarktführer bei Aluminiumtuben für die Pharmaindustrie sowie die Entwicklung kleiner Aluminiumflaschen für die Getränkeindustrie. Auch der verlustfreie Verkauf des russischen Standorts in Sibirien nach Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine wird in dem Schreiben als Ausdruck gemeinsamer Unternehmenswerte hervorgehoben.
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