Auf der LogiMAT 2026 vom 24. bis 26. März in Stuttgart rücken smarte und nachhaltige Verpackungslösungen in den Fokus der Intralogistik. Wie der Veranstalter Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH mitteilt, präsentieren internationale Hersteller neue Materialien, automatisierte Systeme und digitale Kennzeichnungslösungen, die Effizienz, Recyclingfähigkeit und Mehrwegkonzepte stärken sollen.
Die Verpackungsbranche steht laut Veranstalter unter erheblichem Anpassungsdruck. Rückläufige Produktionswerte, verschärfte regulatorische Vorgaben durch die europäische Verpackungsverordnung PPWR sowie steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Digitalisierung verändern Marktstrukturen und Investitionsentscheidungen. Intelligente Verpackungen mit Sensorik und RFID, papierbasierte Alternativen zu Kunststoff sowie automatisierte On-Demand-Verpackungssysteme gelten dabei als zentrale Entwicklungstreiber.
Automatisierung und Materialeffizienz im Fokus
Mehrere Aussteller zeigen Lösungen, die Verpackungsprozesse stärker automatisieren und gleichzeitig Material einsparen. Dazu zählen papierbasierte Versandverpackungen für den E-Commerce, individuell zugeschnittene Kartonagen sowie Systeme zur bedarfsgerechten Füllmaterialbereitstellung. Ziel ist es, Transportvolumen zu reduzieren und Verpackungen besser an unterschiedliche Produktgrößen anzupassen.
Auch papierbasierte Luftpolster, Banderolierlösungen und PPWR-konforme Packautomaten werden vorgestellt. Zudem gewinnen Fasergusslösungen aus recyceltem Altpapier an Bedeutung, etwa für Paletten oder Polstersysteme, die als Alternative zu geschäumten Materialien positioniert werden.
Mehrweg, Kennzeichnung und Kreislaufwirtschaft
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der digitalen Kennzeichnung wiederverwendbarer Ladungsträger. RFID-Labels, Inmould-Technologien und batteriearme E-Paper-Lösungen sollen eine eindeutige Identifikation in geschlossenen Logistikkreisläufen ermöglichen. Damit reagieren Anbieter auf das erwartete Wachstum bei Mehrwegpaletten, -behältern und -verpackungen.
Parallel dazu zeigen Unternehmen Verpackungsmaterialien aus Wertstoffkreisläufen, darunter Stretchfolien mit Post-Consumer-Rezyklat oder Versandverpackungen aus vollständig recycelbarem Kraftpapier. Konzepte zur Rückführung von Folien und Kartonagen in den Wirtschaftskreislauf ergänzen das Angebot.
Messeleiter Michael Ruchty erklärt: „Die genannten Beispiele zeigen gangbare Wege auf, wie smarte Verpackungslösungen die Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz in der Intralogistik zukunftssicher erfüllen.“
Quelle: Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH