Multivac: Eine Linie, die Zeit spart

Das niederländische Familienunternehmen Peka Kroef verarbeitet Kartoffeln und setzt auf einen hohen Automationsgrad. Einer der neuesten Bestandteile sind Industrie-4.0-taugliche Verpackungsmaschinen der Serie TX 820 von Multivac.
Multivac Peka Kroef Multivac Peka Kroef
(Bild: Peka Kroef)

Das niederländische Familienunternehmen Peka Kroef hat sich in der weltweiten Kartoffelindustrie schon lange einen Namen gemacht. Hierfür setzt der Betrieb auf einen hohen Automationsgrad. Einer der neuesten Bestandteile sind Industrie-4.0-taugliche Verpackungsmaschinen der Serie TX 820 von Multivac.

Peka Kroef verarbeitet die Hauskartoffel zu frischen, pasteurisierten Spezialitäten: Aus der sogenannten Hansakartoffel entstehen dabei viele unterschiedliche Formen wie zum Beispiel Wedges, Gratins und Pürees. Für Supermärkte, Restaurants und Catering-Unternehmen gefertigt, werden die Köstlichkeiten mit wachsendem Erfolg in mehr als 15 Länder exportiert.

Verpacken von marinierten Kartoffeln

Um jedes Jahr viele Millionen Kartoffeln verarbeiten und verpacken zu können, setzt das Unternehmen nicht nur auf qualifizierte Mitarbeiter, sondern auch auf einen hohen Automationsgrad in Produktion und Lagerung. Anlagen, manche mehrere Stockwerke hoch, sortieren in einer Fabrik angelieferte Kartoffeln automatisch nach Qualität und waschen, dampfschälen, schneiden und verarbeiten sie zum Endprodukt. Der gesamte Produktionsprozess wird von Experten in einem Kontrollraum an einer Monitorwand überwacht und gesteuert. Oberstes Ziel dabei ist, die Effizienz in Produktion und Logistik zu erhöhen. Das gilt auch für eine Anlage, die marinierte Kartoffeln in Aluminiumschalen verpackt. Hier erkannte Peka Kroef Luft nach oben.

„Wir waren auf der Suche nach mehr Kapazität und Flexibilität, um unseren Produktionsprozess rund um die Uhr laufen zu lassen. Wir wollten eine Verpackungsmaschine, die keinen Takt auslässt, bei der die Versorgung mit Aluminiumbehältern kontinuierlich erfolgt und bei der die Etikettierung Teil des Verpackungsprozesses ist. Die neue TX 820 kann genau das.“

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Arjen de Groot, Projektleiter Engineering bei Peka Kroef

Effizienz und Sicherheit auf ganzer Linie – und ein optimales Verpackungsergebnis: der hoch automatisierte Verpackungs- und Kennzeichnungsprozess bei Peka Kroef. (Bild: Peka Kroef)

Mehr Kapazität für die 24/7-Produktion

Die neuen Traysealer TX 820 von Multivac kommen an den Produktionsstandorten in Odiliapeel und Asten zum Einsatz. Dort übernehmen die Maschinen das Verpacken und Etikettieren marinierter Kartoffeln. Einzige manuelle Aufgabe dabei ist es, Aluminiumschalen in Stapeln mit etwa 150 Stück auf ein Zuführsystem zu stellen. Ab diesem Moment übernimmt die Maschine. Die Stapel fahren in eine Haltevorrichtung. Dort erfolgt die Vereinzelung der Schalen auf ein weiteres Förderband, das sich eine Ebene tiefer befindet. Im nächsten Schritt fallen die marinierten Kartoffeln über ein Dosiersystem in die Schalen. Sind die Behälter gefüllt, versiegelt sie der Traysealer mit einer dünnen Oberfolie. Dabei sorgen die Werkzeuge, die sogenannten X-Tools, für eine gleichmäßige Verteilung der Siegelkräfte auf die Trays. So ist ein einheitliches und sicheres Abpackergebnis garantiert, auch bei hohen Taktleistungen und im Mehrschichtbetrieb. Nach der Versiegelung erfolgt abschließend die Etikettierung mit dem Transportbandetikettierer L 310 Full Wrap von Multivac. Er spendet das längliche Etikett mit Nährwertangaben, Produktfoto und Firmenlogo auf die Oberseite der Folie. In der Vorüberfahrt drücken zwei mechanische Vorrichtungen, die rechts und links neben dem Förderband montiert sind, die Enden an, sodass das Etikett die Verpackung von vier Seiten umschließt. Die marinierten Kartoffeln sind dann bereit zur Auslieferung.

Austausch der Maschinen im Eiltempo

Nicht nur wegen der Zuverlässigkeit und Leistung hat sich Peka Kroef für eine Zusammenarbeit mit Multivac entschieden. Die Inbetriebnahme der neuen Verpackungslinie sollte auch zu einer möglichst kurzen Produktionsunterbrechung führen. Von einem reinen Maschinenlieferanten hat sich Multivac zu einem Lösungsanbieter entwickelt, der das sogenannte One-Stop-Shopping ermöglicht. Kunden erhalten so homogene Linien, die aus Maschinen mit aufeinander abgestimmten Schnittstellen bestehen. Das Alles-aus-einer-Hand-Prinzip sorgt dabei für weniger Abstimmungsaufwand sowie beschleunigte Projektphasen.

„In der Vorbereitungsphase reisten unsere Bediener und Ingenieure ins Multivac-Werk in Deutschland. Dort haben wir über unsere Wünsche und Anforderungen informiert. Darüber hinaus wurde das Upgrade im Vorfeld sorgfältig vorbereitet. Ein detaillierter Testplan war erstellt worden. Wir wollten genau wissen, wie der Ersatz ablaufen würde. Die Fertigstellung des Austauschprojekts verlief reibungslos und schnell: Die Maschinen wurden gekauft und dann in kurzer Zeit installiert. Die alten raus, die neuen rein. In Asten haben wir es in 24 Stunden geschafft. In Odiliapeel in 72 Stunden.“ 

Josjo Uithol, kaufmännischer Leiter bei Peka Kroef

Optimierung der Produktion in Echtzeit

Mit dem Upgrade der Verpackungsmaschinen hat Peka Kroef auch die Digitalisierung des Unternehmens weiter vorangetrieben. So ist die Linie von Multivac mit Sensoren ausgestattet und in das übergeordnete Computersystem des Unternehmens integriert. Dadurch ist es möglich, mit Datenanalysen den Verpackungsprozess in Echtzeit zu optimieren und Engpässe sowie drohende Fehler frühzeitig zu erkennen. „Die Mitarbeiter sind auch mit der einfachen Bedienung zufrieden“, sagt Arjen. Diese erfolgt über ein Touchscreen-Terminal, das Anwender mit Grafiken unterstützt. Alle Maschinen der Linie lassen sich von einem Punkt aus bedienen und orchestrieren. Auch das führt zu höherer Produktivität. „Wir blicken mit Zufriedenheit auf das Projekt zurück. Beide Unternehmenskulturen passen gut zusammen: harte Arbeit, sachliche und praktische Arbeitsweise – und ebenso wie Multivac besteht auch das Familienunternehmen Peka Kroef seit rund bzw. mehr als einem halben Jahrhundert.“

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