
Trockenzerfaserung für schwer recycelbare Verpackungen
Getränkepappbecher, Verpackungspapiere und Tapeten gehören bisher nicht in die Altpapiertonne. Denn herkömmliche Recycling-Nassprozesse können sie laut DBU nicht auflösen.

Seit mittlerweile einem Jahr können die Wiener über die App „RecycleMich“ mit korrektem Recycling an Verlosungen teilnehmen. Das System scheint zu greifen: Über die Initiative wurden übers Jahr mehr als 400.000 Verpackungen recycelt.
Digitale Apps und Lösungen sind mittlerweile in fast allen Märkten auf dem Vormarsch. Dass diese auch im Bereich Recycling funktionieren können, beweisen die beiden Apps „RecycleMich“ und „Recycle Everywhere“ mehr als deutlich. Vor knapp einem Jahr wurden diese von der international agierenden Reclay Group erstmals in Wien und in der kanadischen Provinz Manitoba auf den Markt gebracht.
Beide Apps zusammen weisen rund 60.000 Downloads, fast 1,6 Millionen recycelte Verpackungen, knapp 8.500 und Gewinner, 8.000 ausgespielte Preise und knapp 200.000 kanadische Dollar ausbezahlte Cash-Beträge auf. Über die „RecycleMich“-Initiative wurden allein in Wien bereits über 400.000 Verpackungen recycelt. Das System ist denkbar einfach: Verpackung leer machen, zum Reyclingbehälter begeben, fotografieren, Verpackung scannen und richtig recyceln. Die Teilnehmer können dann Preise der Incentive-Partner gewinnen.
Angefangen hat das Projekt vor etwas mehr als einem Jahr – das Ziel lautete, das Recycling von Kunststoffverpackungen und Aludosen signifikant zu verbessern. So entwickelte die Reclay Group App-Lösungen, die auf dem Incentivierungsgedanken basieren und so zum korrekten Recycling motivieren. In Wien wurde in diesem Zuge die „RecycleMich„-Initiative mit einem Schulterschluss zwischen den größten österreichischen Getränkeherstellern mit dem Umweltexperten und Sammelsystembetreiber Reclay Group gegründet.
„Wir wollen jeden Wertstoff zurück in den Kreislauf bringen. Unser app-basiertes Incentive- und Anreizsystem stellt Konsumentinnen und Konsumenten in den Mittelpunkt und hat damit großen Einfluss auf eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Jeder Partner, der sich der Initiative anschließen will, ist herzlich willkommen“, sagt Stefan Siegl, Head of Digital Innovations bei der RecycleMe GmbH.
Quelle: BVSE

Getränkepappbecher, Verpackungspapiere und Tapeten gehören bisher nicht in die Altpapiertonne. Denn herkömmliche Recycling-Nassprozesse können sie laut DBU nicht auflösen.

Nach der Stilllegung der Glasherstellung im vergangenen Jahr hatte Vetropack die Scherbenaufbereitung in St-Prex vorübergehend fortgeführt.

Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts Umsicht bescheinigt Mehrwegsystemen deutliche ökologische Vorteile gegenüber Einwegverpackungen.

British Glass betont, dass Glas in Wales bereits zu 92 Prozent über Haushaltsabholungen recycelt werde.

Der nordamerikanische Umwelt- und Entsorgungsdienstleister WM weitet die Liste der akzeptierten Wertstoffe aus.

Brantner Green Solutions hat eine neuartige Recyclinganlage in Betrieb genommen, die Glas aus Rückständen der Restmüllverbrennung mit einem Reinheitsgrad von 99,9999 Prozent zurückgewinnt.
