Die europäische Wellpappenindustrie hat ihre Sicherheitskennzahlen 2025 veröffentlicht. Nach Angaben von Fefco liegt die durchschnittliche Unfallhäufigkeit weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Erstmals enthält die Auswertung zudem eine Analyse der häufigsten Unfallarten in den teilnehmenden Werken.
An der freiwilligen Datenerhebung für das Berichtsjahr 2025 beteiligten sich 531 Wellpappenwerke in Europa. Im Vorjahr waren es noch 614 Standorte. Die Statistik dient den Unternehmen laut Fefco dazu, ihre Arbeitssicherheitsleistung mit dem Branchendurchschnitt zu vergleichen und Verbesserungen abzuleiten. Die Daten werden anonymisiert ausgewertet und nicht durch Dritte validiert.
Unfallkennzahlen bleiben stabil
Die durchschnittliche Unfallhäufigkeit mit Arbeitsausfall (Lost Time Accident Frequency Rate, LTA FR) lag 2025 bei 5,17 Unfällen je eine Million Arbeitsstunden. Damit bewegt sich der Wert auf dem Niveau der vergangenen Jahre. Auch die Gesamtkennzahl, die zusätzlich Unfälle mit medizinischer Behandlung sowie Fälle mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit berücksichtigt, lag mit 7,68 je eine Million Arbeitsstunden weiterhin vergleichsweise niedrig.
Fefco weist darauf hin, dass die Unfallraten seit 2020 deutlich niedriger ausfallen als zuvor. Als mögliche Ursachen nennt der Verband verbesserte Sicherheitsmaßnahmen, Veränderungen bei der Meldung von Unfällen sowie Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, etwa durch geringere Produktionsaktivitäten. Eine eindeutige Erklärung lasse sich jedoch nicht ableiten. Entscheidend sei, dass jedes Werk seine eigenen Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich weiterentwickle.
Schnitte und Stolperunfälle dominieren
Seit 2021 erhebt Fefco zusätzlich Daten zu den Unfallursachen. Die Auswertung für 2025 zeigt, dass Schnittverletzungen durch Messer oder scharfe Werkzeuge mit 19,8 Prozent den größten Anteil ausmachen. Es folgen Unfälle durch den Kontakt mit festen Gegenständen (18,1 Prozent), Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle (16,0 Prozent), Verletzungen beim manuellen Heben und Bewegen von Lasten (15,4 Prozent) sowie Unfälle an rotierenden Maschinen (11,7 Prozent). Andere Ursachen wie Arbeiten in der Höhe, Fahrzeugbewegungen oder der Umgang mit Gefahrstoffen spielten eine deutlich geringere Rolle.
Die Sicherheitsstatistik wird vom Fefco Health & Safety Committee erstellt und soll den teilnehmenden Unternehmen als Benchmark für die Weiterentwicklung ihrer Arbeitsschutzmaßnahmen dienen.
Quelle: Fefco






