Verpackungsmaterial aus recycelten Holzfasern

(Bild: Campen)

Das dänische Unternehmen Campen hat eine Technologie zur Wiederverwertung von Naturfastern zum Einsatz in Verpackungsmaterial entwickelt. Das im sogenannten “Airlaid”-Verfahren produzierte Material kann beispielsweise zu kompostierbaren E-Commerce-Verpackungen verarbeitet werden.

Airlaid ist ein textilähnliches Material aus natürlichen Holzfasern, auch Fluff Pulp genannt. Die Fasern werden mit mechanischer, chemischer oder thermischer Energie zu einem Vliesstoff verfestigt. Durch das Airlaid-Verfahren entsteht ein voluminöses, poröses und weiches Material, das seine Eigenschaften auch nicht durch Feuchtigkeit verliert.

(Bild: Campen)

Herkömmliche Nassverfahren verbrauchen viel Wasser, um Papier und Karton zu formen, während das Airlaid-Verfahren die Fasern ausschließlich durch Prozessluft transportiert und verarbeitet und dabei nur eine minimale Energiemenge verbraucht, da weniger oder kein Wasser verdunstet werden muss.

Zusammenarbeit mit Maschinenbauer

Kartonabfälle können im Airlaid-Verfahren mit Fluff Pulp kombiniert und zu verschiedenen umweltfreundlichen Materialien verarbeitet werden – zum Beispiel zu einem weichen, flexiblen und starken Airlaid-Papier, das als Verpackung für den Versand verwendet werden kann. Durch die Verwendung von Abfallfasern aus z.B. internen Produktionsprozessen können Verpackungsunternehmen Geld für die Entsorgung von überschüssigem Karton oder anderen Abfallfasern sparen – und gleichzeitig neue, umweltfreundliche Alternativen zu Kunststoff- und Kartonverpackungsprodukten herstellen.

Zurzeit arbeitet Campen zusammen mit seiner Muttergesellschaft Varo an der Entwicklung von Airlaid-Verpackungen für Verpackungsmaschinen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit wird auf der Fachpack 2022 von Varo präsentiert. Dazu werden auch andere Verpackungslösungen von Campen Machinery präsentiert, wie z.B. kompostierbare Schalen für die Lebensmittelindustrie.

Quelle: Campen

Campen auf der Fachpack: Halle 3C Stand 201

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