Nachhaltige Barrierebeschichtung aus Zucker

Getränkekartons mit Barrierebeschichtung im Supermarktregal
EcoFLEXY kann als Bio-Barrierebeschichtung für Getränkekartons verwendet werden. (Bild: Shutterstock/AKlion)

Das dänische Startup Cellugy hat mit EcoFLEXY eine Barrierebeschichtung für Papier und Karton entwickelt, die mit der Verpackung recycelt oder kompostiert werden kann.

Das Beschichtungsmaterial wird in einem zum Patent angemeldeten weißen biotechnologischen Verfahren durch Umwandlung von überschüssigem Zucker hergestellt. Es kann in Kombination mit Papier, Karton und anderen biobasierten Materialien verwendet werden und erfüllt die Anforderungen der Verpackungsindustrie, während es gleichzeitig vollständig recycelbar und biologisch abbaubar ist.

Barrierebeschichtung der nächsten Generation

“Beschichtetes Papier und Karton werden üblicherweise für die Verpackung einer Vielzahl von Konsumgütern wie Milch, Säfte, Obst und Gemüse verwendet”, kommentiert Mitbegründerin Deby Fapyane.

“Polyethylen wird typischerweise als Beschichtungsbarriere in solchen Materialien verwendet. Diese Verpackungen sind dann aber nicht biologisch abbaubar, kompostierbar oder recycelbar. EcoFLEXY kann als Ersatz für Polyethylen verwendet werden, und ist damit die nachhaltige Barrierebeschichtung der nächsten Generation für die Verpackungsindustrie.”

Das dänische Startup, 2018 von Isabel Álvarez-Martos, Deby Fapyane und Paruntungan Sihombing gegründet, hat sich gerade eine 2,38 Millionen Euro-Förderung durch das EU-Förderprogramm EIC Accelerator Pilot gesichert.

Pilotanlage geplant

Der Zuschuss soll dazu verwendet werden, die Produktion von EcoFLEXY zu skalieren, wobei der Fokus auf technischen Optimierungsstrategien, dem Aufbau einer Pilotanlage und relevanten Aktivitäten im Vorfeld des Einsatzes liegt.

“Die Welt produziert jedes Jahr etwa 360 Millionen Tonnen Plastik, und fast 40 Prozent davon sind Einwegplastik”, erklärt Álvarez-Martos. “Speziell in Dänemark werden jährlich 40 Kilogramm Plastikmüll pro Person produziert, die direkt in der Umwelt landen. Wir haben ein Unternehmen gegründet, um zur Lösung eines solchen Problems beizutragen.”