Flexible Packaging Europe (FPE) spricht sich klar gegen eine Verzögerung oder Neuverhandlung der EU-Verpackungsverordnung PPWR aus. Der Verband fordert stattdessen schnelle, praktikable Leitlinien für die Umsetzung, um die Einhaltung der Vorgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu gewährleisten.
Flexible Verpackungshersteller sehen weiterhin erhebliche Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung der Verordnung (EU) 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR). Dennoch lehnt Flexible Packaging Europe (FPE) Forderungen aus Teilen der Industrie ab, die Anwendung der Verordnung zu verschieben oder zentrale Inhalte erneut zu öffnen. Stattdessen müsse die Europäische Kommission rasch konkrete und einheitliche Umsetzungsregeln vorlegen.
Fokus auf praktikable Umsetzung statt Gesetzesänderung
Nach Ansicht von FPE reichen die bislang veröffentlichten Hinweise der Kommission nicht aus. Entscheidend sei vielmehr eine zeitnahe Ausarbeitung von sekundärer Gesetzgebung, die klare und realistische Vorgaben für Unternehmen schafft. Dazu zählen insbesondere Regelungen zur Recyclingfähigkeit, zum Einsatz von Rezyklaten sowie zu Anforderungen bei Minimierung und Marktbeschränkungen.
Nur durch einheitliche und praktikable Leitlinien könne eine homogene Umsetzung innerhalb der EU sichergestellt werden. Dies sei notwendig, um Wettbewerbsverzerrungen zwischen Mitgliedstaaten zu vermeiden und die Einhaltung der ab August 2026 geltenden Anforderungen zu ermöglichen.
Branche verweist auf hohe Investitionen
Der Verband betont, dass die Industrie bereits erhebliche Investitionen in die Anpassung an die PPWR-Ziele getätigt habe. Eine nachträgliche Änderung oder Verzögerung der Verordnung würde diese Investitionen gefährden und zusätzliche Unsicherheit schaffen. Dies könnte die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft verlangsamen und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter beeinträchtigen.
Einheitlicher Rahmen als Grundlage für den Binnenmarkt
FPE hebt hervor, dass die PPWR erstmals einen harmonisierten Rechtsrahmen für Verpackungen in Europa schafft. Eine erneute Öffnung der Verordnung berge das Risiko einer Fragmentierung, falls Mitgliedstaaten eigene nationale Regelungen einführen.
Für die Branche sei regulatorische Stabilität entscheidend, um Investitionen planbar zu machen und gleiche Wettbewerbsbedingungen im Binnenmarkt zu sichern. FPE plädiert daher für einen intensiven Dialog zwischen Politik und Industrie, um offene Fragen schnell zu klären und eine praktikable Umsetzung der PPWR sicherzustellen.
Quelle: FPE







