In immer mehr Ländern der EU werden Einwegtüten aus den Supermärkten verbannt. In den Niederlanden haben nun fünf Supermarktketten verkündet, beim Verkauf von Obst und Gemüse keine Einwegtüten mehr anzubieten.
In diesem Jahr werden die kostenlosen Einwegtüten für Obst und Gemüse aus den niederländischen Supermärkten verschwinden. Stattdessen können die Kunden wiederverwendbare Taschen verwenden, die sie zu Hause waschen können. Mit dieser gemeinsamen Initiative wollen fünf Supermarktketten jedes Jahr rund 126 Millionen Plastik- und 10 Millionen Papiertüten einsparen. Staatssekretärin Vivianne Heijnen fordert andere Supermärkte auf, diesem Beispiel zu folgen, damit wiederverwendbare Taschen bald zur neuen Norm werden.
Albert Heijn, Aldi, Jumbo, Lidl und Plus sind Teilnehmer des Plastic Pact NL. Dieses Bündnis aus der niederländischen Regierung und mehr als 100 führenden Unternehmen der Kunststoffkette hat sich zum Ziel gesetzt, weniger Kunststoff zu verwenden und das Recycling zu verbessern. Wenn sie zusammenarbeiten, können sie mehr erreichen als einzelne Unternehmen.
Wiederverwendung muss Norm werden
Staatssekretärin Vivianne Heijnen (Umwelt): “Je weniger Abfall wir alle in die Kette einbringen, desto weniger müssen wir letztendlich verarbeiten. Deshalb begrüße ich die Initiative der niederländischen Supermärkte, Einwegbeutel für Kartoffeln, Gemüse und Obst abzuschaffen. Es wäre schön, wenn sich alle Supermärkte dieser Initiative anschließen würden.”
Carlijn Röell, operative Direktorin von Plastic Pact NL, betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen den Supermärkten ein wichtiger Meilenstein sei. “Die Verbraucher müssen sich so schnell wie möglich daran gewöhnen, dass die Wiederverwendung von Verpackungen normal ist. Deshalb ist es wichtig, dass so viele Supermarktketten wie möglich mitmachen. Der Plastic Pact NL wird solche gemeinsamen Initiativen weiterhin unterstützen.”
Letztes Jahr war Albert Heijn der erste Supermarkt, der Einweg-Plastiktüten verbot und sie durch nachhaltige, wiederverwendbare Tüten für frische Lebensmittel ersetzte. Die anderen vier Supermärkte werden dies im Laufe dieses Jahres ebenfalls tun. Dies ist in einer gemeinsamen Absichtserklärung festgelegt, die sie am 23. Februar unterzeichnet haben. Auch die Papiertüten für Obst und Gemüse werden verschwinden müssen.
Quelle: Plastic Pact NL
Weitere Meldungen zum Thema Green Packaging

Packaging Of The Month – Süßes statt Kohle
Die Verpackungswelt ist ständig in Bewegung, Marken und Unternehmen sind auf der Suche nach neuen, innovativen Lösungen. Materialreduzierung ist dabei ein Thema, denn Nachhaltigkeit ist und bleibt wichtig. Berndt+Partner Creality hält Ausschau nach innovativen Ideen. Jeden Monat stellen wir in Kooperation das Packaging of the Month vor. Heute: Marshmallows im Grillkohle-Sack!

Elopak beteiligt sich an Blue Ocean Closures
Ziel der Kooperation ist die Entwicklung und globale Vermarktung faserbasierter Verschlüsse für Getränkekartons.

Coveris stellt Sleeve-to-Sleeve-Kreislauf vor
Coveris hat mit SleeveFlexR Stretch eine neue Lösung für Stretch-Sleeves entwickelt, die aus bis zu 75 Prozent recyceltem Material besteht.

SIG steigert Absatz von Terra-Verpackungen um 15 Prozent
Besonders stark entwickelte sich das Portfolio im europäischen Markt.

TopClip bündelt Getränke-Multipacks nachhaltig
Das automatische TopClip-System von Smurfit Westrock ist papierbasiert, biologisch abbaubar und hat geringeren CO2-Fußabdruck als eine Schrumpffolie.

Mehr Kreislaufwirtschaft im Koalitionsvertrag gefordert
Von den Verhandlern des Koalitionsvertrags fordert die IK die Aufnahme zusätzlicher Leitlinien für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft.