Preisentwicklung bei flexiblen Packstoffen

Die Preise für flexible Packstoffe sind gesunken, bleiben aber hoch.
(Bild: Shutterstock/davide bonaldo)

Nach den neuen Zahlen von Flexible Packaging Europe zu flexiblen Packstoffen haben diese ihren Höhepunkt bei den Preisen überschritten. Im dritten Quartal 2023 sind die Preise gefallen, liegen aber weiter über den gesetzten Referenzpreisen.

Nachdem die Preise für flexible Verpackungsmaterialien Mitte 2022 ihren Höchststand erreicht hatten, fielen sie im dritten Quartal 2023 und folgten damit dem in der ersten Hälfte dieses Jahres beobachteten Trend. Obwohl sie alle noch über dem im vierten Quartal 2020 gesetzten Referenzpreis (100 Prozent) liegen, sind die meisten Verpackungspreise seit dem vorangegangenen Quartal um etwa 10 bis 20 Prozent gesunken, so die kürzlich von Flexible Packaging Europe (FPE) veröffentlichte Auswertung.

“Die Zurückhaltung der Endverbraucher beim Kauf verpackter Lebensmittel sowie die vorhandenen Lagerbestände entlang der Wertschöpfungskette beeinträchtigen kurzfristig weiterhin die Nachfrage nach flexiblen Verpackungen. Der allgemeine Preisauftrieb geht zwar zurück, jedoch nicht so schnell wie von manchen erwartet. Zwar sind diese, meist zweistelligen Rückgänge zu begrüßen, um die Inflation abzuschwächen, der Preiskorb für flexible Materialien ist aber immer noch viel höher als vor der Covid-Pandemie und schwankt weiterhin. Aus all diesen Gründen bleiben unsere Kunden ebenso wie die Materiallieferanten sehr vorsichtig, doch gehen wir davon aus, dass die Nachfrage 2024 anziehen wird.“

Guido Aufdemkamp, FPE-Geschäftsführer 

Die Preise für HDPE und LDPE sind gegenüber dem zweiten Quartal 2023 um 10 Prozent bzw. 14 Prozent gesunken und liegen zum Ende des dritten Quartals bei 125 Prozent bzw. 131 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2020. Der Preis für einseitig gestrichenes Papier mit einem Flächengewicht von 60 g/m2 fiel um 7 Prozent und liegt nun bei 140 Prozent, während er für BOPA-Folie mit 15 Mikron um 8 Prozent auf 124 Prozent und für BOPP-Folie mit 20 Mikron um 11 Prozent auf 113 Prozent sank und damit dem ursprünglichen Benchmark-Preis am nächsten kommt. Der Preis für PET- Folie mit 12 Mikron ging im letzten Quartal nur um 4 Prozent zurück und liegt nun bei 136 Prozent.

“Bei allen von uns beobachteten Folien- und Papiersorten gingen die in Europa gezahlten Preise für flexible Verpackungsmaterialien im dritten Quartal zurück, was auch im zweiten Quartal der Fall war. Der Preisrückgang ist auf die anhaltende Schwäche der Auftragsvolumina zurückzuführen, was an der schwachen Nachfrage der europäischen Verbraucher und am Abbau von Lagerbeständen liegt. Darüber hinaus herrscht auf manchen Substratmärkten eine globale Überkapazität, nachdem die Produktionskapazitäten in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Wir glauben zwar, dass einige Substratpreise im vierten Quartal weiter sinken werden, doch könnten sich die Preise für bestimmte Produkte auch stabilisieren.“

David Buckby, Senior Analyst bei Wood Mackenzie

Quelle: Flexible Packaging Europe

 

Weitere Meldungen zu den Märkten