In Diskussionen zum Kunststoffrecycling werden häufig die beiden Begriffe Post-Industrial Rezyklat (PIR) und Post-Consumer Rezyklat (PCR) verwendet, die bisher nicht definiert sind. Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen erläutert die Unterschiede. Es bleibe oftmals unklar, was eigentlich genau unter den beiden Begriffe Post-Industrial Rezyklat (PIR) und Post-Consumer Rezyklat (PCR) zu verstehen ist, so die IK. Bisher gibt es nur eine Definition von Pre-Consumer Material (synonym: Post-Industrial Material) und Post-Consumer Material (ISO 14021). Als Rezyklat wird gemäß ISO 15270 Kunststoffmaterial aus dem Recycling von Kunststoffabfällen definiert. Recycling ist laut Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) §3 (25) „jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden; es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein, nicht aber die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind“. Rezyklate können daher grundsätzlich nur in einem Aufbereitungsprozess aus Abfällen entstehen. Das trifft für PIR und PCR gleichermaßen zu.
