Der Aerosolkomponentenhersteller Lindal Group baut seine Produktionspräsenz in Deutschland weiter aus. Nach der Übernahme eines Produktionsstandorts in Wismar Anfang 2026 plant das Unternehmen zusätzliche Investitionen in die Anlage und stellte die Entwicklung des Werks kürzlich bei einem Politiker-Besuch vor. Ziel sei es, die Kapazitäten innerhalb des europäischen Produktionsnetzwerks zu erweitern und den Standort langfristig auszubauen.
Die Lindal Group hatte im Januar 2026 die Produktionsanlage in Wismar übernommen. Mit der Akquisition will das Unternehmen seine europäische Fertigungsstruktur stärken, zusätzliche Kapazitäten schaffen und das langfristige Wachstum unterstützen.
Das Werk liegt rund 40 Kilometer vom Lindal-Standort in Schönberg entfernt und verfügt über insgesamt etwa 22.000 qm Nutzfläche. Davon entfallen rund 9.000 qm auf Produktion, 10.500 qm auf Lagerflächen sowie etwa 2.500 qm auf Büro- und Sozialbereiche. Die Anlage ist auf hochwertige Polymerverarbeitung ausgelegt und verfügt über Reinraumfertigung. Als sogenannter Brownfield-Standort bietet sie laut Unternehmen bereits vorhandene Infrastruktur und Logistikanbindungen, wodurch sich der Produktionsanlauf schneller realisieren lasse als bei einem Neubau.
Weitere Investitionen und Ausbau der Produktion
Parallel zur Übernahme plant Lindal zusätzliche Investitionen in Höhe von 17 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren. Mit dem Kapital sollen unter anderem neue Produktionstechnologien eingeführt, Automatisierungsgrade erhöht und Materialflüsse verbessert werden. Ziel ist es, den Standort als moderne Fertigungsplattform innerhalb des europäischen Netzwerks zu entwickeln.
Der Standort soll zudem stärker in die bestehenden Strukturen des Unternehmens integriert werden. Die Nähe zum Werk in Schönberg ermöglicht laut Unternehmen eine enge logistische Verzahnung und erleichtert die Nutzung vorhandener Infrastruktur. Gleichzeitig sollen effizientere Produktionsprozesse und optimierte Energie- und Materialströme zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsbilanz beitragen.
Standortbesuch unterstreicht regionale Bedeutung
Ende Februar 2026 besuchten der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Wolfgang Blank, sowie der Senator der Hansestadt Wismar, Michael Berkhahn, das Werk, um sich über den Ausbau zu informieren. Dabei betonte die Unternehmensleitung die strategische Bedeutung des Standorts innerhalb der europäischen Produktionsstruktur.
Nach Angaben des Unternehmens sollen in dem Werk künftig mehr als 85 Mitarbeitende beschäftigt sein. Weitere Stellen könnten im Zuge des Ausbaus entstehen. Die Rekrutierung soll vor allem in der Region erfolgen, wodurch Lindal seine industrielle Präsenz in Mecklenburg-Vorpommern langfristig festigen will.
Lindal entwickelt den Standort eigenen Angaben zufolge demnach zu einer modernen Fertigungsanlage mit stärkerer Automatisierung und höherer vertikaler Integration. Damit soll Wismar langfristig eine wichtige Rolle innerhalb der europäischen Produktion von Aerosolventilen, Aktuatoren und Sprühkappen übernehmen.
Die Lindal Group ist ein weltweit agierender Anbieter in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Ventilen, Aktuatoren und Sprühköpfen für Aerosolprodukte. Das in Hamburg ansässige Unternehmen verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung in innovativen Dosierlösungen für die Kosmetik-, Haushalts-, Gesundheits-, Lebensmittel- und technische Industrie.
Quelle: Lindal







