Ghana verbietet Styropor-Produkte ab 2027

Für die Verpackungsbranche bedeutet das Verbot insbesondere im Foodservice- und Take-away-Segment massive Anpassungen.
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Die Environmental Protection Authority (EPA) in Ghana hat ein landesweites Verbot von Polystyrolschaum-Produkten angekündigt. Betroffen sind unter anderem Lebensmittelverpackungen, Einwegbecher und Schutzverpackungen aus expandiertem Polystyrol (EPS). Das Verbot soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten.

Die Maßnahme geht auf eine Ankündigung von Präsident John Dramani Mahama zum Weltumwelttag 2025 zurück. Ziel sei es laut EPA, Kunststoffverschmutzung zu reduzieren, die Umwelt zu schützen und nachhaltigere Verpackungslösungen zu fördern. Künftig untersagt werden Produktion, Import, Vertrieb, Verkauf und Nutzung von EPS-Produkten für kommerzielle und alltägliche Anwendungen. Dazu zählen unter anderem Take-away-Verpackungen, Einweggeschirr, Dämmmaterialien, Schaumstoffmatratzen sowie Verpackungs- und Polstermaterialien.

Ausgenommen bleiben laut EPA lediglich EPS-Produkte für medizinische, wissenschaftliche oder diagnostische Zwecke.

Verpackungsindustrie soll auf Alternativen umstellen

Die Behörde fordert Hersteller, Importeure und Händler auf, bereits während der Übergangsfrist auf wiederverwendbare, recyclingfähige und umweltverträglichere Alternativen umzustellen. Parallel dazu plant die EPA Informationskampagnen, Gespräche mit Industrievertretern sowie verstärkte Kontrollen zur Vorbereitung der Umsetzung.

Für die Verpackungsbranche bedeutet das Verbot insbesondere im Foodservice- und Take-away-Segment Anpassungen bei Materialwahl und Lieferketten. EPS-Verpackungen gelten in vielen Ländern als problematisch, da sie nur schwer recycelbar sind und häufig als Littering-Abfall in die Umwelt gelangen.

Behörden bereiten landesweite Durchsetzung vor

Nach Angaben der EPA sollen unter anderem Kommunalbehörden, Hafen- und Zollstellen sowie weitere Regulierungsbehörden in die Durchsetzung eingebunden werden. Die Bevölkerung werde zudem aufgefordert, verstärkt nachhaltige Verpackungsalternativen zu nutzen.

Quelle: EPA