Aufklärung zum Tag der Mülltrennung

Überdachter Hof mit drei Mülltonnen.
(Bild: Initiative "Mülltrennung wirkt")

Für hohe Recyclingquoten und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist die richtige Mülltrennung in privaten Haushalten essentiell. Zum Tag der Mülltrennung klärt die Industrievereinigung Kunststoffverpackung e.V. über häufige Irrtümer bei der Trennung von Abfällen auf. 

Um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und Ressourcen zu schonen, sollte Abfall richtig getrennt werden. So lassen sich wertvolle Rohstoffe im Recyclingkreislauf halten und Verpackungsabfall zu neuen Produkten verarbeiten. Doch manchmal landet der Abfall versehentlich in der falschen Tonne. Die IK erklärt, was in die Biotonne, den Gelben Sack und die Gelbe Tonne oder doch lieber in die Restmülltonne darf.

Klare Zuordnung von Verpackungen

Im Gelben Sack oder in der Gelben Tonne wird Verpackungsmüll entsorgt, der nicht aus Glas oder Papier besteht, etwa Milchtüten, Konservendosen oder Kronkorken. Joghurtbecher oder Getränkekartons sollten vollständig geleert werden, müssen aber nicht ausspült werden. Recyclinganlagen haben Probleme, fest zusammenhängende oder ineinandergesteckte Wertstoffarten voneinander zu trennen. Deshalb sollten auch Aludeckel von Joghurtbechern abgezogen und Verpackungen nicht gestapelt werden.

Kaputtes Spielzeug, alte Kunststoffeimer oder Zahnbürsten sind keine Verpackungen und gehören deshalb nicht in den Gelben Sack. In Gelben Tonnen hingegen dürfen diese manchmal entsorgt werden. Hier klärt die Initiative Mülltrennung wirkt darüber auf, was in den verschiedenen Kommunen gilt.

Grafik mit Ergebnissen einer Umfrage zur Wichtigkeit von Umtrennung beim Klimaschutz.
Auch Verbraucher glauben laut einer Umfrage, dass die richtige Mülltrennung für den Schutz des Klimas wichtig ist. (Bild: Initiative "Mülltrennung wirkt")

Das gilt für Bio, Glas und Papier

In die Biotonne gehört biologisch abbaubarer Abfall wie Obst-, Gemüse- und Speisereste, welche zuvor in Zeitungspapier gesammelt werden können. Normale Kunststofftüten gehören nicht in den Bioabfall, da sich nicht abgebaut werden können.

Gläser oder Flaschen von Lebensmitteln oder Kosmetika kommen ins Altglas. Glasgeschirr oder Glühbirnen schmelzen beim Recycling anders und sind deshalb im Altglas genauso fehl am Platz wie Metalldeckel von Gewürzgurkengläsern.

Unbeschichtetes Papier wie Zeitungen wird im Altpapier entsorgt. Dort landen aber fälschlicherweise auch Kassenbons. Diese bestehen aus Papier mit spezieller Beschichtung, ähnlich wie Geschenkfolien oder Backpapier – all das hat im Altpapier nichts verloren. Pizzakartons oder Küchentücher können dort entsorgt werden, solange sie sauber und unbenutzt sind. Benutzt und verschmutzt können sie nicht recycelt werden und sind im Altpapier falsch.

Der Allrounder unter den Tonnen

Grafik mit einer Restmülltonne und Erklärungen dazu, welcher Müll in diese Tonne gehört.
Wertstoffe und Bioabfälle landen immer noch zu häufig und fälschlich in der Restmülltonne. (Bild: Umweltbundesamt)

Was weder eine Verpackung ist, noch in die Biotonne, zum Altpapier oder Altglas gehört, kommt in den Restmüll, also in die graue oder schwarze Tonne. Hier hinein gehören auch Mundschutz und Einweghandschuhe, Windeln oder Metallhüllen von Teelichtern. Batterien dürfen nicht in der Restmülltonne entsorgt werden, denn sie enthalten Schadstoffe und Schwermetalle. Für sie gibt es im Handel oder auf Wertstoff- oder Recyclingöfen geeignete Sammelstellen.

Mülltrennung spart Ressourcen und große Mengen klimarelevanter Treibhausgase ein. Sind Abfälle miteinander vermischt, können die hochmodernen, spezialisierten Anlagen unseren Abfall jedoch nicht recyceln. 

Quelle: Industrievereinigung Kunststoffverpackung e.V.

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