EPAL: Ende der Tauschvereinbarung mit der UIC beschlossen

gestapelte Europalletten von EPAL
gestapelte Europalletten von EPAL

Der Vorstand der European Pallet Association e.V. (EPAL) hat am 21. Februar 2017 einstimmig die Beendigung der Tauschvereinbarung zwischen EPAL und der Rail Cargo Austria AG (RCA) zum 01.05.2017 beschlossen.

EPAL hatte im Oktober 2014 mit der RCA als gesch√§ftsf√ľhrender Bahn der UIC-Arbeitsgruppe ‚ÄěFragen der Palettierung‚Äú vereinbart, dass EPAL Europaletten und UIC/EUR-Paletten miteinander getauscht werden k√∂nnen. EPAL empfiehlt nun, den Tausch von EPAL Europaletten gegen UIC/EUR-Paletten einzustellen.

Der Vorstand der EPAL begr√ľndet diesen Schritt mit wesentlichen M√§ngeln der Organisation des Tauschpools durch die UIC, u.a. in den Bereichen Qualit√§tssicherung und Bek√§mpfung des Imports von gef√§lschten UIC/EUR-Paletten in die EU. Zur Vermeidung von Nachteilen f√ľr Verwender gelten f√ľr den Tausch von UIC/EUR-Paletten, die bis Ende Februar 2017 produziert worden sind, angemessene √úbergangsfristen.

Martin Leibrandt, CEO der EPAL, mahnt eindringlich: ‚ÄěEPAL vermag nicht l√§nger zu gew√§hrleisten, dass UIC/EUR-Paletten den Anforderungen entsprechen, die Industrie, Handel und Logistik zu Recht an die Qualit√§t und die Sicherheit von EPAL Europaletten stellen. Insbesondere der unkontrollierte Import von gef√§lschten UIC/EUR-Paletten gef√§hrdet die Qualit√§t und die Sicherheit des EPAL Europalettenpools. Gem√§√ü Recherchen der EPAL sind √ľber 4 Millionen gef√§lschte UIC/EUR-Paletten aus der Ukraine im Markt und es werden stetig mehr. Vornehmlich osteurop√§ische Banden setzen verst√§rkt auf die F√§lschung von UIC/EUR-Paletten, da das F√§lschen von EPAL Europaletten aufgrund der gemeinsamen Aktivit√§ten von EPAL, Zollbeh√∂rden und Rechtsanw√§lten riskant geworden ist. EPAL √ľbernimmt Verantwortung f√ľr die Qualit√§t und die Sicherheit des EPAL Europalettenpools. Darauf k√∂nnen sich Industrie, Handel und Logistik verlassen.‚Äú

Organisation und international einheitliche Qualitätssicherung wird allein durch EPAL getragen

Seit Abschluss der Tauschvereinbarung zwischen EPAL und der UIC im Oktober 2014 sind, so EPAL, von Seiten der UIC keine den Aktivit√§ten der EPAL vergleichbaren Ma√ünahmen zum Schutz von Qualit√§t und Sicherheit der UIC/EUR-Paletten unternommen worden. In vielen L√§ndern fehle es an jeder Organisation des Tauschpools durch die UIC. Zugleich habe die UIC in zweieinhalb-j√§hrigen Verhandlungen das Angebot der EPAL abgelehnt, die Organisation von Qualit√§tssicherung und Markenschutz f√ľr UIC/EUR-Paletten zu √ľbernehmen.

Angesichts der negativen Konsequenzen dieser Haltung der UIC sieht EPAL sich nach eigenen Angaben nicht l√§nger in der Lage, die Empfehlung zum Tausch von EPAL Europaletten und UIC/EUR-Paletten fortzusetzen. Die Beendigung der Tauschvereinbarung ist aus der Sicht der EPAL die einzige M√∂glichkeit, die Qualit√§t und die Sicherheit des EPAL Europalettenpools auch in der Zukunft effektiv zu sch√ľtzen. EPAL empfiehlt daher zum Schutz der Sicherheit von Mitarbeitern, Waren und Logistikprozessen k√ľnftig ausschlie√ülich EPAL Europaletten einzusetzen und zu tauschen.

Die Empfehlung, den Tausch zwischen EPAL-Europaletten und UIC-Paletten einzustellen, gilt ab dem 1.5.2017. Die bisher geltende Empfehlung, dass auch Paletten mit der Kennzeichnung “EUR” (UIC, MAV, CD, ADUF, Green Cargo etc.) getauscht werden k√∂nnen, gilt weiterhin, jedoch befristet bis zum 31.12.2021 und beschr√§nkt auf solche Paletten, die bis zum 28.2.2017 unter strikter Einhaltung der UIC-Merkbl√§tter 435-2 bis 435-6 hergestellt worden sind.