Kunststoff verarbeitende Industrie zeigt sich besorgt

Das Stoffstrombild PVC Deutschland 2021 von VinylPlus und PlasticsEurope zeigt, dass das Einsatz von Rezyklaten gestiegen ist.
(Bild: Shutterstock/Meaw_stocker)

Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV), Spitzenorganisation der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland, k├Ânnte mit 78 Milliarden Euro Jahresumsatz f├╝r 2022 eigentlich ein erfreuliches Ergebnis feiern. Angesichts hoher Energiepreise zeigt sich der Verband jedoch besorgt.

Anl├Ąsslich seiner Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main zog der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) eine Bilanz der Branchenentwicklung des vergangenen Jahres. Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland steigerte ihre Ums├Ątze im Jahr 2022 auf mehr als 78 Mrd. Euro. Trotz weiter gestiegener Ums├Ątze, bereiten vielen Branchenunternehmen zur├╝ckgehende Ertr├Ąge Sorge, da die gestiegenen Kosten von vielen Unternehmen nur in eingeschr├Ąnktem Ma├če oder gar nicht an die Kunden haben weitergegeben werden k├Ânnen.

Preisbremse helfe nicht

“Die Zukunft Kunststoff verarbeitender Unternehmen in Deutschland steht und f├Ąllt mit der M├Âglichkeit, Kosten an die Kunden weiterzugeben. Angesichts der dramatischen Preissteigerungen bei Strom und Gas sind allerdings deutliche Zweifel angebracht, ob das auch in diesem Jahr gelingen wird”, so GKV-Pr├Ąsidentin Dr. Helen F├╝rst. Der GKV fordert von der Bundesregierung Entlastungen bei den Energiekosten. Die im Dezember 2022 beschlossenen Preisbremsen f├╝r Strom und Gas w├╝rden nach Auffassung des GKV vielen mittelst├Ąndischen Betrieben nicht helfen.

“Wenn sich die Kostensituation 2023 nicht verbessert, so sind Konsequenzen unausweichlich”, so GKV-Pr├Ąsidentin F├╝rst weiter. Hierzu z├Ąhlten Arbeitsplatzabbau, Kurzarbeit oder eine Verlagerung der Produktion ins Ausland. Weiterhin belasteten die mangelhafte Versorgung mit Fachkr├Ąften und die Unsicherheit ├╝ber k├╝nftige rechtliche Rahmenbedingungen die Wirtschaftsentwicklung der Branche.

Quelle: GKV